Ende der Kampfhandlungen, Öffnung der Straße von Hormus: Im Zuge der Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen den USA und Iran will die Weltschifffahrtsorganisation IMO über 11.000 Seeleute aus der Region evakuieren.»Wir werden die Umsetzung des Evakuierungsplans für mehr als 11.000 Seeleute beginnen, die noch immer in der Region festsitzen«, sagte IMO-Generalsekretär Arsenio Dominguez einer Mitteilung zufolge . Der Großeinsatz werde in enger Zusammenarbeit mit Iran, Oman und anderen Golf-Anrainerstaaten sowie den USA und der Schifffahrtsbranche umgesetzt, sagte der Chef der Uno-Sonderorganisation mit Sitz in London.

Die notwendigen Sicherheitsgarantien seien eingeholt und die Bedingungen über die Sicherheit der Schifffahrt zur Unterstützung des Einsatzes gründlich geprüft worden. Dominguez verurteilte die Angriffe auf die zivile Schifffahrt auf Schärfste und würdigte die 14 Seeleute, die während des Konflikts ums Leben kamen.

Vor wenigen Tagen hatte der Verband Deutscher Reeder erklärt, dass die derzeit rund 45 in der Region festsitzenden Schiffe deutscher Unternehmen das Gebiet wohl nicht so schnell verlassen könnten. Die Reederei Hapag-Lloyd teilte wiederum mit, die vier Charterschiffe des Unternehmens im Persischen Golf würden auf die Passage vorbereitet. Sie würden aber erst starten, »wenn es sicher ist«.Der US-Präsident redet die Verhandlungen mit Iran schön – präsentiert für den Notfall aber schon mal einen Sündenbock. Denn ein echter Frieden liegt in weiter Ferne. Selbst in republikanischen Reihen rumort es. Lesen Sie hier mehr zu dem hakeligen Abkommen.