Frachtschiff vor Jemen angegriffenVor der Küste des Jemen haben sich Angreifer auf einem kleinen Boot einen Schusswechsel mit Sicherheitskräften eines Frachtschiffs geliefert. Die sechs Angreifer hätten sich dem Frachter genähert, woraufhin es zum Schusswechsel gekommen sei, teilte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) am Morgen mit. Daraufhin sei das kleine Boot abgedreht. Schiffe in der Nähe wurden aufgerufen, die Gegend vorsichtig zu befahren.Im Jemen ist die von Iran unterstützte Huthi-Miliz aktiv, die den Norden und weite Teile der westlichen Küste am Roten Meer kontrolliert. Nach der jüngsten Eskalation im Irankrieg hat sie Israel zuletzt erneut angegriffen und auch eine „Blockade“ der Seewege für Israel im Roten Meer verkündet. Seit 2023 hatte die Miliz Dutzende Schiffe mit angeblichem Bezug zu Israel in der Region angegriffen und teils versenkt oder stark beschädigt. Die Gegend, in der sich der Schusswechsel laut UKMTO ereignete, liegt allerdings weiter südlich im Golf von Aden. Die Küste des Jemen in diesem Gebiet wird von der international anerkannten Regierung kontrolliert, die von Saudi-Arabien unterstützt wird. Im Golf von Aden kommt es immer wieder auch zu Piraterie-Vorfällen mit Beteiligung von kriminellen Netzwerken aus Somalia. Israel fordert Menschen in Südlibanon zur Evakuierung aufDie israelische Armee hat die Menschen in Südlibanon dazu aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. „Angesichts der Verletzung des Waffenstillstandsabkommens durch die terroristische Hizbullah ist das Verteidigungsheer gezwungen, mit aller Kraft gegen sie vorzugehen. Das Verteidigungsheer hat nicht die Absicht, Ihnen zu schaden“, schrieb Armeesprecher Oberst Avichay auf X. Die Evakuierungsanordnung gilt für die Ortschaft Ansariyeh, die knapp 40 Kilometer nördlich der Grenze zu Israel liegt. Die Bewohner sollten sich nördlich des Zahrani-Flusses in Sicherheit bringen. Jeder, der sich in der Nähe von Hizbullah-Kämpfern, deren Einrichtungen und Kampfausrüstung aufhalte, bringe sein Leben in Gefahr, heißt es weiter. Zuvor hatte die Armee bereits Evakuierungsanweisungen für die Dörfer Ghassaniyeh und Houmine al-Fauqa veröffentlicht.China und Russland rufen zur Zurückhaltung aufChina hat sich nach den jüngsten gegenseitigen Angriffen der USA und Irans „tief besorgt“ gezeigt und beide Seiten zur Zurückhaltung aufgerufen. Ein Sprecher des Außenministeriums in Peking sagte am Mittwoch, „verschiedene betroffene Parteien“ sollten „konkrete Maßnahmen“ ergreifen, um eine weitere Eskalation der Lage vermeiden und die Spannungen abzumildern. Ähnliche Äußerungen waren auch aus Russland zu vernehmen. Außenamtssprecherin Maria Sacharowa sagte am Mittwoch vor Journalisten in Moskau: „Wir sind extrem besorgt über die neue Runde bewaffneter US-iranischer Konfrontation.“ Diese habe mit „unprovozierter US-israelischer Aggression“ gegen Iran begonnen. Sie appellierte an Washington und Teheran, „Zurückhaltung zu üben und die militärischen Angriffe unverzüglich einzustellen“.China ist ein wichtiger Abnehmer von Erdöl aus Iran. Durch den Ende Februar von den USA und Israel begonnenen Krieg und die anschließende weitgehende Blockade der Straße von Hormus durch Teheran sind die Energiepreise in die Höhe geschossen.Iran: Gespräche mit USA auf dem Prüfstand Iran will die Gespräche mit den USA nach den Angriffen in ​der ⁠vergangenen Nacht neu bewerten. Das sagte der Sprecher des ​Außenministeriums in ⁠Teheran, Esmaeil Baghaei, laut der Nachrichtenagentur SNN. Mit ihren fortgesetzten Verstößen gegen die ⁠Waffenruhe schadeten die ⁠USA dem diplomatischen ⁠Prozess, ​so ⁠Baghaei.Jordanien fängt iranische Raketen ab Neben Kuwait und Bahrain ist auch Jordanien trotz der eigentlich geltenden Waffenruhe im Irankrieg unter Beschuss geraten. Die Flugabwehr habe in al-Asrak am Dienstagabend fünf iranische Raketen abgefangen, teilten Jordaniens Streitkräfte der Staatsagentur Petra zufolge am Morgen mit. Dabei seien Trümmerteile herabgefallen, es habe aber keine Opfer oder Schäden gegeben. Man werde keinerlei Verletzung des Luftraums zulassen, hieß es weiter. Al-Asrak liegt im Osten Jordaniens, nicht weit von der irakischen Grenze. Berichten zufolge hat das US-Militär hier an einem Stützpunkt unter anderem Kampfflugzeuge stationiert. Nach Informationen der „New York Times“ waren hier kurz vor Kriegsbeginn im Februar Dutzende Kampfjets und Frachtflugzeuge sowie Drohnen und Hubschrauber des US-Militärs stationiert.Rettungsaktion in der Straße von HormusNach dem Abschuss des US-Hubschraubers über der Straße von Hormus am Montagabend sind Details zur Rettungskation der beiden Piloten bekannt geworden. Wie das Wall Street Journal mit Verweis auf das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando Centcom berichtet, sollen sie von einem unbemannten Drohnenboot gerettet worden sein. Demnach trieben die Besatzungsmitglieder zunächst rund zwei Stunden im Wasser, bevor sie von dem ferngesteuerten Boot gerettet und in sichere Gewässer gebracht wurden, wo sie von einem Rettungshubschrauber aufgenommen wurden. Laut Tim Hawkins, dem Sprecher von Centcom, handelt es sich um die erste Rettungsaktion des US-Militärs mit einem unbemannten Drohnenboot. Begleitet wurde der Einsatz von Drohnen und Kampfjets aus der Luft. Bei dem Drohnenboot handelt es sich um das rund 7,3 Meter lange Modell Corsair des amerikanischen Herstellers Saronic, das eine Reichweite von mehr als 1600 Kilometer hat und rund 450 Kilogramm transportieren kann. Das amerikanische Onlinemagazine „The War Zone“ veröffentlichte auf der Plattform X ein Foto des Drohnenboots. Teheran: Golfstaaten müssen US-Angriffe verhindernDas iranische Außenministerium sieht die Golfstaaten nach eigenen Angaben in der „rechtlichen und moralischen Verantwortung“, Angriffe der USA und Israels auf die Islamische Republik zu verhindern. Die Länder in der Region müssten dafür sorgen, dass die US-Armee und Israel „ihr Territorium oder ihre Einrichtungen“ nicht nutzten, um „feindselige Handlungen gegen Iran zu planen, zu organisieren, auszuführen oder zu unterstützen“, erklärte das Ministerium am Mittwoch. Iran werde nötigenfalls von seinem Recht auf Selbstverteidigung Gebrauch zu machen, erklärte das Ministerium weiter. Als mögliche Ziele wurden in der Erklärung insbesondere Stützpunkte und logistische Einrichtungen genannt, die für Angriffe auf Iran genutzt würden.Uli PutzIran meldet Angriff auch auf US-Stützpunkt in JordanienNach einem Drohnenangriff auf einen US-Stützpunkt in Bahrain hat Iran nach eigenen Angaben auch eine US-Basis in Jordanien attackiert. Es seien unter anderem „Stellplätze für F-35-Kampfjets auf einem Luftwaffenstützpunkt“ angegriffen und zerstört worden, erklärte die Revolutionsgarde am Mittwoch. Die Angriffe seien mit „Langstreckenraketen“ ausgeführt worden. Die jordanische Armee erklärte, sie habe fünf iranische Raketen abgeschossen.Zuvor hatte die Revolutionsgarde bereits erklärt, dass sie einen Drohnenangriff auf einen US-Stützpunkt in Bahrain ausgeführt haben. Zudem meldete Kuwait „feindliche“ Luftangriffe. Die Luftabwehr sei im Einsatz, erklärte die Armee des Golfemirats im Onlinedienst X am Mittwochmorgen.Uli PutzNahost-Spannungen belasten asiatische BörsenDie Eskalation der Spannungen im Nahen Osten hat die asiatischen Börsen am ​Mittwoch belastet. Der MSCI-Index für asiatisch-pazifische Werte außerhalb Japans verlor 0,6 Prozent. Der japanische Nikkei-Index gab 0,9 Prozent auf 64,825 Punkte nach. In Südkorea rutschte der technologielastige ‌Kospi um zwei Prozent ab. „Die Geopolitik wird derzeit als Schlagzeilrisiko behandelt, noch nicht als makroökonomischer Schock“, sagte Charu Chanana, Chefanlagestratege bei Saxo in Singapur. Die Anleger richten ihren Blick bereits auf die ‌am Mittwoch anstehenden US-Inflationsdaten. Experten erwarten ‌einen Anstieg der Verbraucherpreise um 4,2 Prozent im Jahresvergleich - das wäre der stärkste Anstieg seit April 2023.Uli PutzKuwait erneut unter Beschuss – Alarm auch in BahrainDer Golfstaat Kuwait ist trotz der eigentlich geltenden Waffenruhe im Irankrieg erneut unter Beschuss geraten. Die Luftabwehr sei im Einsatz, teilte das Militär am Morgen auf der Plattform X mit. Genauere Angaben gab es zunächst nicht. Auch in Bahrain heulten die Sirenen auf. Die Bevölkerung solle sich in Sicherheit bringen und ruhig verhalten, teilte das Innenministerium des Inselstaats im Persischen Golf mit.Die iranische Revolutionsgarde – die Elitestreitmacht der Islamischen Republik – hatte kurz zuvor laut iranischen Medienberichten bekanntgegeben, als Reaktion auf die nächtlichen US-Bombardements amerikanische Militärstützpunkte in der Golfregion angegriffen zu haben. So habe man eine Drohnenattacke auf das Hauptquartier der US-Marine für den Nahen Osten in Bahrain ausgeführt, hieß es. Zudem sei ein Stützpunkt in Jordanien angegriffen worden. Die iranischen Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. Uli PutzUS-Militär: Neue Angriffe auf Ziele in Iran beendetDas US-Militär hat nach eigenen Angaben seine Angriffe auf Ziele in Iran beendet. Das teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando Centcom in der Nacht auf der Plattform X mit. Die „Verteidigungsschläge“ gegen Iran als Antwort auf den Abschuss eines US-Militärhubschraubers seien abgeschlossen, hieß es. Es seien iranische Luftabwehranlagen, Bodenkontrollstationen und Überwachungsradaranlagen im Bereich der Straße von Hormus bombardiert worden, hieß es. US-Medien zufolge erfolgten die Angriffe in drei Wellen. Das Militär sprach von einer „verhältnismäßigen“ Antwort auf den iranischen Abschuss des Apache-Hubschraubers vor Omans Küste. Die US-Streitkräfte seien bereit, sich weiter gegen „ungerechtfertigte iranische Aggressionen“ zu verteidigen. US-Präsident Donald Trump hatte Iran für den Abschuss des Kampfhubschraubers verantwortlich gemacht und Vergeltung angekündigt.Robert DikomeitUS-Militär: Vergeltungsschläge gegen Iran begonnen Das US-Militär hat nach eigenen Angaben mit Vergeltungsschlägen gegen Iran begonnen. Diese seien auf Anweisung von US-Präsident Donald Trump und als Reaktion auf den Abschuss eines US-Militärhubschraubers erfolgt, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf X mit. „Die Mission stellt eine verhältnismäßige Antwort auf die ungerechtfertigte iranische Aggression dar“, begründete das US-Militär sein Vorgehen. Die Angriffe hätten um 17.00 Uhr US-Ostküstenzeit begonnen.Nähere Angaben zum Umfang der Angriffe machte Centcom zunächst nicht. Zuvor hatte Iran nach Angaben von Trump einen US-Militärhubschrauber abgeschossen. Die USA müssten notwendigerweise auf diesen Angriff reagieren, teilte er mit. Zwei Piloten des abgeschossenen Apache-Hubschraubers seien unverletzt und in Sicherheit.Nach Berichten der iranischen Nachrichtenagentur Mehr wurden am Abend (Ortszeit) in der Hafenstadt Sirik am Golf von Oman und Umgebung von Bewohnern Explosionen gemeldet, ohne dass diese eindeutig zugeordnet werden konnten.Hizbullah-Kämpfer dringt nach Israel ein und wird erschossen Ein bewaffnetes Mitglied der libanesischen Hizbullah-Miliz ist israelischen Angaben zufolge nach Israel vorgedrungen und hat dort auf israelische Soldaten geschossen. Die Truppen im Bereich des Ramim-Höhenzugs hätten zurückgeschossen und den Angreifer „ausgeschaltet“, hieß es in einer Mitteilung der Armee. Keiner der Soldaten sei verletzt worden. Sicherheitskräfte durchkämmten weiter das Gebiet. Es war zunächst unklar, wie der Hizbullah-Kämpfer die streng bewachte Grenze nach Israel überqueren konnte. Zur Unterstützung der Suchmaßnahmen wurde eine Drohne der israelischen Luftwaffe in das Gebiet entsandt. Die Bewohner der Grenzorte Misgav Am, Margaliot und Manara wurden angewiesen, bis auf weiteres in ihren Häusern zu bleiben. Zudem wurde eine nahegelegene Straße für den Verkehr gesperrt. Iran meldet zwei getötete Soldaten nach israelischen Angriffen Nach den israelischen Angriffen hat Iran zwei Tote gemeldet. Die beiden Soldaten der Flugabwehr seien am Montag durch israelischen Beschuss getötet worden, hieß es in einer von der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Erklärung. Zu ihrem Einsatzort gab es zunächst keine Angaben. Zuvor hatten Irans Rettungsdienste 15 Verletzte gemeldet. 14 der Verletzten stammten demnach aus der Provinz Chusestan im Landessüden. Einer der Verletzten stammte aus der Hauptstadt Teheran.Mehr ladenTickarooLive Blog Software