Heute starten wir ein großes Projekt, das Ihnen dabei helfen soll, mehr über die Vergangenheit Ihrer Familie zu erfahren – und über die Geschichten all jener Millionen Menschen, die im Dritten Reich Adolf Hitler folgten.So wie zuvor schon Zeit und Spiegel haben wir die digitalen Daten aus der NSDAP-Mitgliederkartei aufbereitet und für Sie leicht durchsuchbar gemacht. Sie können von heute an bei uns herausfinden, ob Verwandte Mitglieder waren, und in personalisierten Texten lesen, was wir über diese aus den Daten in der Kartei rekonstruieren konnten.Warum uns als Süddeutscher Zeitung, zu Hause in München, der ehemaligen „Hauptstadt der Bewegung“, dieses Projekt ein ganz besonderes Anliegen ist, erklären Marie-Louise Timcke, die Leiterin unseres Datenressorts, und ich in diesem Text.Was wir Ihnen bieten wollen, ist so viel Einordnung, so viel Kontext zu Ihren Familienmitgliedern wie möglich. Unsere Datenexperten haben die Kartei, die im Frühjahr vom US-Nationalarchiv einfach ins Internet gestellt wurde, mithilfe von Künstlicher Intelligenz ausgelesen.Autorinnen und Autoren der SZ haben zugleich recherchiert und aufgeschrieben, was die jeweiligen Jahrgänge, die in die NSDAP eintraten, geprägt hat, wie früh oder spät sie den Nazis folgten, was damals in Deutschland, aber auch in den jeweiligen Städten und Regionen geschah, und was die verschiedenen Einträge und Vermerke auf den Mitgliederkarten bedeuten. Ergänzt wird dies durch weitere Elemente, etwa die Wahlergebnisse in den Orten, in denen Ihre Familienmitglieder gewohnt haben. All diese Elemente werden zu individuellen Artikeln zusammengesetzt. Mehr zu diesem Ansatz erfahren Sie hier.Natürlich beantwortet ein Eintrag in die NSDAP-Mitgliederkartei nicht alle Fragen, schon gar nicht, ob und - falls ja – wie sehr jemand verstrickt oder an den Verbrechen des Nazi-Regimes beteiligt war. Aber es kann ein Anfang sein, um sich mit der eigenen Familiengeschichte zu beschäftigen – so wie es auch SZ-Redakteure getan haben. Lesen Sie zum Beispiel den Text von Katharina Riehl, die über ihren Großvater schreibt, erschossen 1945 von SS-Schergen, den sie in der NSDAP-Kartei entdeckt hat.Oder von Christian Mayer, der über seine Urgroßmutter, ihre Parteimitgliedschaft und das schreckliche Verbrechen schreibt, das 1939 im Wald seiner Familie in der Nähe von Danzig geschah: den Mord an über 7000 Menschen.Wir werden in den nächsten Tagen zahlreiche Texte zur NSDAP veröffentlichen und dazu, warum sich zehn Millionen Menschen ihr angeschlossen haben. Wer waren sie? Was hat sie bewogen? Was sagen Historiker dazu? Wie redet man in der Familie darüber, wenn man jemanden in der Kartei entdeckt? Und wie hat die NSDAP einzelne Städte geprägt? Diese Texte finden Sie in den nächsten Tagen auf dieser Schwerpunktseite und in allen anderen Ausprägungen der SZ, gedruckt, digital, online.Und falls Sie sich für historische Themen interessieren, für kluge, sachkundige Texte, mit denen unsere Autorinnen und Autoren Geschichte und deren Bezug zur Gegenwart erklären, dem sei unser neuer Newsletter „SZ Geschichte“ empfohlen. Er startet demnächst, Sie können sich jetzt schon hier anmelden.Was heute wichtig istViele Tote befürchtet: Zwei Erdbeben erschüttern Venezuela. Innerhalb von weniger als einer Minute haben zwei sehr starke Erdbeben Venezuela erschüttert. Die US-Erdbebenwarte gab die Stärke der Beben mit 7,2 und 7,5 an. Es werden Zehntausende Todesopfer befürchtet. Die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez hat den Notstand ausgerufen. Zum ArtikelVenezuela: Was aus Nicolás Maduro wurdeE5-Treffen in Berlin: Wie fünf Europäer die Nato retten wollen. Es wird wohl eines der wichtigsten außenpolitischen Treffen des Jahres: Die Nato-Staaten kommen in zwei Wochen zum Gipfel in Ankara zusammen. Im Kanzleramt versammelten sich am Mittwoch fünf Staats- und Regierungschefs der EU, um das Treffen vorzubereiten. Für einen wurde das Treffen emotional. Zum ArtikelMEINUNG Nato: Dieser US-Präsident wird Europa nicht verteidigenNSDAP-Mitgliederkartei: Wer war in der Nazi-Partei? Zwischen 1925 und 1945 traten mehr als zehn Millionen Menschen der NSDAP bei – viele aus Überzeugung, einige aus Kalkül, manche, weil der Druck zu groß wurde. Hier finden Sie heraus, ob Ihre Verwandten dazu zählten. Zum ArtikelKatharina Riehl über ihre Familiengeschichte: Wer war mein Großvater wirklich?Acht Millionen Mitgliederkarten: Wie Hanns Huber die Nazi-Akten retteteNSDAP-Mitglieder: Die Stützen des RegimesTrump eröffnet US-Jubiläumsfeiern mit Selbstlob. Die Feierlichkeiten zum 250. Gründungsjubiläum der Vereinigten Staaten von Amerika haben begonnen. Bei seiner Eröffnungsrede lobte Präsident Donald Trump vor allem seine eigene Politik. Zum Liveblog zur US-PolitikBundestag: Viel Beifall für die Rentenkommission. Die Unions-Fraktion findet die Vorschläge der Rentenkommission gut, selbst die Sozialdemokraten halten sich mit Kritik zurück. Im Parlament soll es möglichst wenig Änderungen geben, auch um nicht das ganze Projekt zu gefährden. Zum ArtikelWeitere wichtige ThemenRechtsextremismus: Hitlergruß-Vorwurf gegen AfD-Bundesvorstandsmitglied ReichardtLibanon: Die Beschützerin der Schildkröten stirbt nach israelischem LuftangriffFußball-WM 2026Deutschland vor Partie: Undav bleibt der „Decider“ von der Bank. Deniz Undav wird auch gegen Ecuador nicht in der Startelf stehen. Nur die notwendigen Wechsel werde er vornehmen, sagt Julian Nagelsmann. Er verkündet die Entscheidung direkt neben Undav – der sofort darauf reagieren kann. Zum ArtikelLiveblog zur Fußball-WM 26: DFB-Elf: Raum und Rüdiger starten – Südafrika bleibt im TurnierSüdafrika gelingt die Überraschung. Überraschend besiegt Südafrika Südkorea mit 1:0, erreicht erstmals in seiner Geschichte die WM-K.-o.-Runde und trifft dort auf Kanada. Zum Artikelkicker-Artikel: Mexiko kontert eiskalt: Tschechien scheidet als Letzter auskicker-Artikel: Schweiz sichert mit 2:1 Gruppensieg gegen KanadaDie Fachbriefings von SZ Dossier - mit SZ Pro-AboDossier Digitalwende: Digitale Brieftasche: Kommunale IT wird zum Nadelöhr. Nicht die Wallet-App, sondern die kommunalen IT-Systeme könnten zum größten Hindernis für die digitale Brieftasche werden. Die Anbindung der Kommunen droht laut einer neuen Studie an Medienbrüchen, fehlenden Schnittstellen und ungelösten Rechts- und Finanzierungsfragen zu scheitern. Auch wichtig: Digitalminister Wildberger plädiert im Digitalausschuss für Änderungen am Energieeffizienzgesetz. Zum BriefingDossier Geoökonomie: Neues Gesetz soll Bewegung in den Sanierungsstau bringen. Mit dem Sondervermögen Infrastruktur steht dem Bund eine halbe Billion Euro für Straßen, Schienen, Netze und Krankenhäuser zur Verfügung. Trotzdem verläuft der Ausbau bislang stockend. Das neue Infrastruktur-Zukunftsgesetz, über das der Bundestag am Freitag entscheiden will, soll Verfahren beschleunigen und Projekte vorziehen. Während die Wirtschaft auf Tempo drängt, warnen Umweltverbände vor Fehlanreizen. Zum Briefing