Es sind zunächst nur wenige Daten auf einer Karteikarte der NSDAP, aber sie wurden jetzt offenbar für viele Menschen zum Anlass, es genauer wissen zu wollen. Waren ihre Großeltern oder auch Urgroßeltern in Hitlers Partei, wann sind sie eingetreten? Gibt es mehr zu erfahren? Die Süddeutsche Zeitung hat, so wie zuvor schon Zeit und Spiegel, die in diesem Jahr vom US-Nationalarchiv online gestellte Mitgliederkartei der NSDAP heruntergeladen, aufgearbeitet und für jeden leicht durchsuchbar gemacht.Leserinnen und Leser können in dieser Mitgliederkartei nach den Namen etwa von Großeltern suchen und erfahren in ergänzenden Texten einiges zum historischen Kontext: Was geschah in den Monaten, in denen Opa, Urgroßmutter oder Großonkel der NSDAP beitraten, in Deutschland? Gehörten sie zu jenen Fanatikern, die sich Hitlers Führerpartei anschlossen, als die noch eine Splittergruppe war? Oder wurden sie, auch das gab es tausendfach, aus der Partei ausgeschlossen?Das Interesse an einer solchen Suche enorm, die Resonanz groß. Uns erreichen viele Zuschriften von Leserinnen und Lesern, die nun Nachfragen haben, Ergänzungen senden, auch Korrekturen – und berichten, dass sie durch die Suche erfahren haben, worüber bisher in der Familie nichts bekannt war.Wir wollen, soweit das möglich ist, den Hinweisen von Leserinnen und Lesern nachgehen. Einen entsprechenden Aufruf hat mein Kollege Ralf Wiegand, Leiter unseres Investigativ-Ressorts, formuliert: Geschichte(n) schreiben: Lassen Sie uns zusammenarbeiten. Wir werden Ihnen in den nächsten Tagen in Berichten und Reportagen auch weitere Hintergründe liefern. Und die Süddeutsche Zeitung bietet an, die Ergebnisse der Recherche einzuordnen. In einem Chat mit Robert Probst, einem unserer Autoren, können sie Fragen stellen. Der Historiker beantwortet heute von 14 bis 15 Uhr Fragen zur NSDAP-Recherche.Ich blicke in diesem Editorial auch deshalb noch einmal auf diese Recherche, weil unsere Erfahrungen mit den Reaktionen auch Hoffnung machen: Das Interesse an einer Beschäftigung mit dieser Vergangenheit ist offenbar viel größer als oft angenommen wird. Das ist, wie ich finde, eine gute Nachricht.Fußball-WM 2026Deutschland bei der WM 2026: Eine Leistung, die wenig Hoffnung macht. Das deutsche Nationalteam verliert das fürs Weiterkommen unerhebliche letzte Gruppenspiel gegen Ecuador verdient mit 1:2. Nicht mal Deniz Undav kann diesmal rettend eingreifen. Zum ArtikelSZ-Podcast „Und nun zur WM“: Schwaches Zentrum und ein Fehlgriff – warum das DFB-Team Ecuador unterliegtDFB Elf: Deutschland in der Einzelkritik: Neuer sieht ein bisschen alt ausStimmen zur DFB-Niederlage: „Harakiri – dann wird es schwer“Fußball-WM: Oranje wird ohne große Mühe Gruppensieger. Gegen ein erneut schwaches Tunesien gewinnen die Niederlande mit 3:1. Schweden und Japan trennen sich unentschieden, und ziehen beide in die nächste Runde ein. Zum ArtikelLiveblog zur Fußball-WM 26: Nagelsmann widerspricht KernerWas heute wichtig istEntlastung von Kommunen: Bund einigt sich mit Ländern auf Finanzreform. Die Einigung soll der Regel „Wer bestellt, bezahlt“ folgen. Damit sollen die Sozialausgaben der Kommunen gedämpft werden, die in den vergangenen Jahren stark gestiegen sind. Es geht vor allem um Kosten für die Kinder- und Jugendhilfe sowie für Menschen mit Behinderung. Zum Liveblog zur BundespolitikAmtszeit von Friedrich Merz: Ist das Kanzleramt die Zentrale der Macht oder das zentrale Problem?MEINUNG Hilfen für Kinder mit Behinderung: Sparen bei den AllerschwächstenIran greift Containerschiff in der Straße von Hormus an. Die Revolutionsgarde greift mit einer Drohne ein Schiff nahe Oman an. Eine Durchfahrt sei nur auf iranischen Routen sicher, heißt es aus Teheran. Der Schiffsverkehr wird kurzfristig gestoppt. Zum Liveblog zum Krieg in NahostMEINUNG Iran-Krieg: Die Zweifel an Trump sind nicht zu überhörenBayer gewinnt vor Oberstem Gerichtshof der USA zu Glyphosat. Mit sieben zu zwei Stimmen hat der Oberste Gerichtshof zugunsten von Bayer entschieden: Der Konzern muss nicht vor einem Krebsrisiko beim Unkrautvernichter warnen. Dabei sagt die Internationale Agentur für Krebsforschung, dass Glyphosat „wahrscheinlich krebserregend für den Menschen“ sei. Warum die Richter trotzdem anders entschieden. Zum ArtikelBayer und Monsanto: „Eine Dekade des Niedergangs“NSDAP-Kartei: Wie Sie nach einem Treffer weiterforschen können. Wer in der NSDAP-Mitgliederkartei fündig wird, will über die Person oft noch mehr herausfinden. Andere Archive könnten Antwort geben, manche auch online. Ein Überblick. Zum ArtikelSZ-Redakteur Christian Mayer über seine Familiengeschichte: Das Verbrechen im Wald nebenanEinzelhandel: Galeria erhält Millionenkredit für Sanierung. Die Warenhauskette erhält nach Wochen der Unruhe frisches Geld. Doch der damit verbundene Sanierungsplan könnte für einen Teil der Beschäftigten schmerzhafte Folgen haben. Etwa 30 der derzeit noch 83 bestehenden Warenhäuser gelten als Wackelkandidaten. Zum ArtikelWeitere wichtige ThemenGrünheide in Brandenburg: Tesla verkündet: Mehr als 1000 neue Mitarbeiter in DeutschlandErdbeben: „Venezuela rutscht von einer Krise in die nächste“Wetter in Deutschland: So ungewöhnlich sind die TemperaturenDie Fachbriefings von SZ Dossier - mit SZ Pro-AboDossier Digitalwende: Ist Deutschland auf den Krisenfall vorbereitet? Bei einem Roundtable von SZ Dossier haben Vertreterinnen und Vertreter von Sicherheitsbehörden, Verwaltung, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Verbänden über Krisenvorbereitung gesprochen. Das Thema: Katastrophenvorsorge, Cyberabwehr, Zusammenhalt und Geopolitik funktionieren nicht mehr getrennt voneinander. Auch wichtig: Rumänien setzt bei der Einführung der europäischen digitalen Wallet auf die deutsche Lösung. Zum BriefingDossier Geoökonomie: Kanadas U-Boot-Entscheidung: Deutschland konkurriert mit Südkorea. Es ist einer der größten Rüstungsaufträge in der Nato-Geschichte: Kanada will bis zu zwölf neue U-Boote kaufen. Nur noch zwei Anbieter sind im Rennen: TKMS aus Kiel und Hanwha Ocean aus Südkorea. Es geht um weit mehr als um die Marine: Rohstoffzugang, Industriepolitik und die Zukunft des transatlantischen Bündnisses machen den Milliardenauftrag zu einem geoökonomischen Kräftemessen. Zum Briefing