Dabei werden dem staunenden Publikum an die vier Milliarden Euro Nebenkosten aufgebrummt, für die es in puncto Verteidigungsbereitschaft rein gar nichts bekommt. Die deutsche Marine muss sich dennoch über den Projektabbruch freuen. Denn statt leerer Hightech-Versprechen bekommt sie nun immerhin eine Durchschnittsfregatte aus dem Regal.Der Auftrag an die Niederländer und der Beitrag der deutschen WerftenHoffentlich. Denn die neuen Werften sind letztlich die alten, die den Seestreitkräften schon seit Jahren untaugliche Stabilisierungsfregatten oder überteuerte Pannen-Korvetten verkauft haben. Dass die F126-Fregatte federführend von einer niederländischen Firma gebaut werden sollte, hat die deutschen Subunternehmen nicht gerade ermutigt, jenem Projekt zum Erfolg zu verhelfen.Schon deswegen trägt Boris Pistorius natürlich nicht die Alleinschuld am Scheitern des nächsten Rüstungsprojekts. Aber unschuldig an der Versenkung der Fregatte ist er im dritten Amtsjahr auch nicht. Viel zu spät hat Pistorius damit begonnen, das Rüstungswesen zu reformieren, viel zu lange Geld auf siechende Projekte gesetzt. Das gilt auch für andere Vorhaben, etwa das Mega-Projekt Digitalisierung Landstreitkräfte. Bei dem haben 20 Milliarden bisher nicht einmal dafür ausgereicht, eine funktionierende Verbindung zwischen vier Panzern herzustellen.Luxuriös ist das Scheitern für einen Minister, wenn er dank eines unendlichen Überziehungskredits bei den Bürgern einfach den gleichen Schiffstyp für den anderthalbfachen Preis nochmal bestellen kann, oder ein weiteres Kampfflugzeugprojekt, oder eben einen anderen Panzer. Die Bereichsausnahme von der Schuldenbremse, gedacht, um die Bundeswehr schnell wieder auszurüsten, verführt offenbar zur Verschwendung jedweder Art.
FCAS und Fregatte F-126: Pistorius scheitert luxuriös
Das Fregattenprojekt F126 ist gescheitert, das Vorhaben Kampfflugzeug auch. Deutschland leistet sich gescheiterte Milliarden-Rüstungsvorhaben in Serie.











