PfadnavigationHomePolitikDeutschlandF126-FregatteGrößtes Projekt in der Geschichte der Marine – Pistorius beendet Bau von neuem KampfschiffStand: 10:49 UhrLesedauer: 2 MinutenVerteidigungsminister Pistorius plant einem „Spiegel“-Bericht zufolge, das Großprojekt zum Bau der Fregatten vom Typ F126 nicht weiter fortzusetzen. Pistorius wolle stattdessen insgesamt acht Fregatten des Typs Meko-200 vom deutschen Hersteller TKMS kaufen.Das Milliarden Euro teure und von Problemen begleitete Fregatten-Projekt F126 wird nicht fortgesetzt. Verteidigungsminister Pistorius will acht kleinere Meko-Fregatten vom deutschen Hersteller TKMS kaufen.Angesichts mehrjähriger Verzögerungen beendet das Bundesverteidigungsministerium das milliardenschwere Projekt für die Anschaffung von Fregatten des Typs F126. Der Bau der insgesamt sechs Schiffe werde „nicht weiterverfolgt“, teilte das Ministerium am Mittwoch in Berlin mit. Stattdessen sollten nun acht Meko-Fregatten vom deutschen Hersteller TKMS angeschafft werden, die primär für die U-Boot-Jagd eingesetzt werden können.Zuvor hatte der „Spiegel“ über den Ausstieg aus dem größten Rüstungsprojekt in der Geschichte der Marine berichtet. Die Fregatten der Klasse F126 sollten mit einer Länge von 166 Metern laut früheren Bundeswehr-Angaben künftig „die größten Kampfschiffe“ der Marine sein. Die Meko-200-Fregatten sind mit gut 120 Metern Länge deutlich kleiner. Der vom Verteidigungsministerium geplante Modellwechsel wird dem „Spiegel“-Bericht zufolge von der Führung der Marine mitgetragen.Um das von Problemen begleitete Projekt zu retten, hatte das Verteidigungsministerium im vergangenen Jahr noch einen Wechsel des Generalunternehmers von der niederländischen Werft Damen zum deutschen Schiffsbauer Lürssen Naval Vessels herbeigeführt, der inzwischen vom größten deutschen Rüstungskonzern Rheinmetall übernommen worden ist.Über zwei Milliarden Euro sind bislang in das Projekt geflossenMitte März hatte das Verteidigungsministerium mitgeteilt, es wolle vier Fregatten des Typs Meko A-200 kaufen. Die Schiffe sollten als Brückenlösung dienen, da sich die Lieferung der eigentlich vorgesehenen Fregatten der Klasse 126 verzögere, hatte es geheißen. Lesen Sie auchFür das Projekt sind seit der Bestellung im Juni 2020 insgesamt mehr als zwei Milliarden Euro geflossen. Der Haushaltsausschuss des Bundestags hatte in den vergangenen Monaten mehrmals neue Tranchen bewilligt, um Unterauftragnehmer weiterzubezahlen, darunter maßgeblich deutsche Werften. Nach Schätzungen von Bundestagsabgeordneten dürften sich die bisherigen Kosten auf etwa 2,3 bis 2,4 Milliarden Euro belaufen.Insgesamt geht das Haus von Minister Pistorius laut „Spiegel“ von Kosten von knapp zwölf Milliarden Euro für den Bauvertrag mit TKMS aus und etwa 700 Millionen Euro für weitere Leistungen. Ein neuer Bauvertrag mit der Rheinmetall-Tochter NVL läge demnach bei mehr als 15 Milliarden Euro und 1,4 Milliarden für weitere Leistungen.AFP/Reuters/saha/ll
F126-Fregatte: Pistorius beendet Bau von neuem Kampfschiff - WELT
Das Milliarden Euro teure und von Problemen begleitete Fregatten-Projekt F126 wird nicht fortgesetzt. Verteidigungsminister Pistorius will acht kleinere Meko-Fregatten vom deutschen Hersteller TKMS kaufen.











