Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) plant laut einem „Spiegel“-Bericht den Ausstieg aus dem größten Rüstungsprojekt in der Geschichte der Marine. Das von vielen Problemen begleitete Projekt zum Bau von F126-Fregatten solle nicht weiter fortgesetzt werden, berichtete das Magazin am Dienstagabend.Für das Projekt waren seit der Bestellung im Juni 2020 durch die damalige Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) insgesamt mehr als zwei Milliarden Euro geflossen, schreibt der Spiegel. Dennoch wolle Pistorius nun stattdessen insgesamt acht Fregatten des Typs Meko-200 vom deutschen Hersteller TKMS kaufen. Abgeordnete drängten zu Wechsel Die neuen Fregatten der Klasse F126 sollten mit einer Länge von 166 Metern laut früheren Bundeswehr-Angaben künftig „die größten Kampfschiffe“ der Marine sein. Die nun laut dem „Spiegel“-Bericht von Pistorius favorisierten Meko-200-Fregatten sind mit gut 120 Metern Länge deutlich kleiner als die F126.Der vom Verteidigungsministerium geplante Modell-Wechsel wird dem Bericht zufolge von der Führung der Marine mitgetragen. Auch Abgeordnete aus beiden Koalitionsfraktionen hatten Pistorius zu einem Wechsel gedrängt. (AFP mit Tsp)