PfadnavigationHomePolitikDeutschlandFregatteGrößtes Projekt in der Geschichte der Marine – Pistorius will Bau von neuem Kampfschiff stoppenStand: 07:50 UhrLesedauer: 2 MinutenVerteidigungsminister Pistorius plant einem „Spiegel“-Bericht zufolge, das Großprojekt zum Bau der Fregatten vom Typ F126 nicht weiter fortzusetzen. Pistorius wolle stattdessen insgesamt acht Fregatten des Typs Meko-200 vom deutschen Hersteller TKMS kaufen.Das Milliarden Euro teure und von Problemen begleitete Fregatten-Projekt F126 soll offenbar nicht fortgesetzt werden. Verteidigungsminister Pistorius will laut einem Medienbericht acht kleinere Fregatten des Typs Meko-200 vom deutschen Hersteller TKMS kaufen.Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) plant laut einem „Spiegel“-Bericht den Ausstieg aus dem größten Rüstungsprojekt in der Geschichte der Marine. Das von vielen Problemen begleitete Projekt zum Bau von F126-Fregatten solle nicht weiter fortgesetzt werden, berichtete das Magazin am Dienstagabend. Pistorius wolle stattdessen insgesamt acht Fregatten des Typs Meko-200 vom deutschen Hersteller TKMS kaufen.Die neuen Fregatten der Klasse F126 sollten mit einer Länge von 166 Metern laut früheren Bundeswehr-Angaben künftig „die größten Kampfschiffe“ der Marine sein. Die nun laut dem „Spiegel“-Bericht von Pistorius favorisierten Meko-200-Fregatten sind mit gut 120 Metern Länge deutlich kleiner als die F126. Der vom Verteidigungsministerium geplante Modell-Wechsel wird dem Bericht zufolge von der Führung der Marine mitgetragen.Um das Projekt zu retten, hatte das Verteidigungsministerium im vergangenen Jahr noch einen Wechsel des Generalunternehmers von der niederländischen Werft Damen zum deutschen Schiffsbauer Lürssen Naval Vessels herbeigeführt, der inzwischen vom größten deutschen Rüstungskonzern Rheinmetall übernommen worden ist.Über zwei Milliarden Euro sind bislang in das Projekt geflossenFür das Projekt sind seit der Bestellung im Juni 2020 insgesamt mehr als zwei Milliarden Euro geflossen. Der Haushaltsausschuss des Bundestags hatte in den vergangenen Monaten mehrmals neue Tranchen bewilligt, um Unterauftragnehmer weiterzubezahlen, darunter maßgeblich deutsche Werften. Nach Schätzungen von Bundestagsabgeordneten dürften sich die bisherigen Kosten auf etwa 2,3 bis 2,4 Milliarden Euro belaufen.Haushalts- und Verteidigungsausschuss im Bundestag hatten bereits Vorverträge und mehr als 250 Millionen Euro bewilligt, um Fertigungskapazitäten zu sichern. War der Stückpreis für die Meko-Fregatten ausgehend von Angeboten für den Export von Schiffen dieses Typs auf etwa eine Milliarde Euro pro Schiff geschätzt worden, dürften die Kosten für die Bundeswehr deutlich höher liegen.Aufgrund von Wünschen der Marine für eine bessere Ausstattung geht das Bundesverteidigungsministerium nach Informationen des Magazins davon aus, dass jedes der Schiffe mit 1,6 Milliarden Euro zu Buche schlagen dürfte. Bei der zweiten Tranche der acht Schiffe könnte der Preis demnach leicht günstiger ausfallen. Lesen Sie auchInsgesamt geht das Haus von Minister Pistorius von Kosten von knapp zwölf Milliarden Euro für den Bauvertrag mit TKMS aus und etwa 700 Millionen Euro für weitere Leistungen. Ein neuer Bauvertrag mit der Rheinmetall-Tochter NVL läge demnach bei mehr als 15 Milliarden Euro und 1,4 Milliarden für weitere Leistungen.afp/saha
Fregatte: Größtes Projekt in der Geschichte der Marine – Pistorius will Bau von neuem Kampfschiff stoppen - WELT
Das Milliarden Euro teure und von Problemen begleitete Fregatten-Projekt F126 soll offenbar nicht fortgesetzt werden. Verteidigungsminister Pistorius will laut einem Medienbericht acht kleinere Fregatten des Typs Meko-200 vom deutschen Hersteller TKMS kaufen.











