Es gibt im Fußball Momente, in denen sich Geschichte wiederholt. Und manchmal sitzen diejenigen, die sie selbst geschrieben haben, daneben und erkennen sie sofort. Als Deniz Undav bei der Weltmeisterschaft gegen die Elfenbeinküste erneut zum entscheidenden Mann wurde, dürfte Nils Petersen ein vertrautes Gefühl gehabt haben.Nicht nur, weil der ehemalige Stürmer die deutsche Nationalmannschaft seit Jahren genau beobachtet. Sondern weil Undav gerade eine Rolle ausfüllt, die Petersen in der Bundesliga perfektioniert hat wie kein anderer: die des Jokers.
Undavs Leistungen lösen Diskussion aus
Die ist in den ersten zwei WM-Auftritten für Deniz Undav vorgesehen gewesen. Drei Tore, zwei Vorlagen hat der Angreifer des VfB Stuttgart von der Bank erzielt, darunter die zwei wichtigen Treffer gegen die Elfenbeinküste, die aus einem 0:1-Rückstand einen 2:1-Sieg machten. Es sind Zahlen, die eine öffentliche Diskussion ausgelöst haben: Muss Undav jetzt nicht endlich von Beginn an spielen? Muss Bundestrainer Julian Nagelsmann seine Hierarchie im Angriff verändern?Die Antwort scheint für viele klar. Ein Spieler in dieser Form gehört auf den Platz, wenn die Partie angepfiffen wird. An genau dieser Diskussion beteiligt sich nun auch Nils Petersen und folgt mit seiner Meinung nicht dem Mainstream. Und das nicht grundlos. 34 Tore erzielte der gebürtige Wernigeroder als Joker, 33 davon für den SC Freiburg. Damit er der treffsicherste Einwechselspieler der Bundesliga-Geschichte.












