Der Mediendienst Kress.de wollte neulich mal wieder mit einem angeblichen „Journalismus-Mythos“ aufräumen. Knapp beschrieb Chefredakteur Marc Bartl in einem per Newsletter verteilten Beitrag am 8. Juni 2026 die Debattensituation mit den Worten: „Immer mehr Bürger fordern ‚neutralen‘ Journalismus – und immer mehr Journalisten verteidigen sich gegen diesen Vorwurf.“
Bartl verweist dabei auf das Gespräch von Melanie Amann (früher Spiegel, heute Funke Digital) und dem Podcaster Ben Berndt. Da sei es nämlich um eine wichtige Frage gegangen: „Ist der etablierte Journalismus noch neutral – oder längst zum Aktivismus geworden?“
Kress.de lässt Mary Abdelaziz-Ditzow (früher Handelsblatt und ntv, jetzt Finanzfluss) in einem Gastbeitrag darauf antworten: „Neutralität wird vom Journalismus weder gefordert noch ist sie möglich.“
Der „Mythos Neutralität“ als Kampfbegriff
Im Newsletter wird ein zweiseitiger Auszug aus diesem Gastbeitrag veröffentlicht. Die These von der Verbannung der Neutralität aus dem Journalismus scheint den Medienjournalisten von Kress also wichtig zu sein. Immerhin haben sie dem Newsletter-Beitrag von Marc Bartl den Teaser verpasst: „Neutral berichten? Chefredakteurin Abdelaziz-Ditzow räumt mit einem Journalismus-Mythos auf“.











