Als Sahra Wagenknecht Ende Oktober 2025 mal wieder bei Markus Lanz Platz nahm, hatte sich offensichtlich etwas angestaut. Der Moderator fragte sie gleich zu Beginn der Sendung, ob denn die Kollegen vom Stern schon angerufen hätten für ihre Rubrik „Was macht eigentlich?“. Er zielte da, ein wenig spöttisch, in die Angst der politischen Bedeutungslosigkeit einer so dauerpräsenten Person wie Wagenknecht. Sie parierte: „Herr Lanz, wenn Sie mich nicht einladen, sehen Sie mich nicht!“ Dann wurde sie grundsätzlicher: „Das Problem in Deutschland ist doch, dass viele Menschen das Gefühl haben, dass die Meinungsvielfalt eingeschränkt wird. Dass immer mehr Talkshows existieren, wo vier Gäste sitzen, aber eine Meinung vertreten wird.“ Auch wenn Sätze, die mit „Das Problem in Deutschland ist ...“ beginnen und sich dabei auf „die Menschen“ beziehen, nie leichtfertig wiederholt werden sollten, stehen sie hier stellvertretend für eine Frage: Wie vielfältig sind die Medien und die Stimmen, die zu Wort kommen?
Gutachten zu öffentlich-rechtlichen Medien: Wie ausgewogen ist die Berichterstattung?
Ein Gutachten versucht, das zu klären. Und sieht weniger Probleme beim Fehlen konservativer Stimmen – aber an einer anderen Stelle.







