Der Bremer Raumfahrtkonzern OHB will bis zu 2,93 Millionen OHB-Aktien ausgeben und damit insgesamt 879 ‌Millionen Euro einnehmen. Das teilte das Unternehmen von Miteigentümer und CEO Marco Fuchs (63) am Montag mit. Zeichner der Papiere sollen bestehende und neue Aktionäre von OHB sein. Der Emissionserlös wird den Plänen zufolge zweigeteilt: 510 Millionen Euro entfallen auf neue Aktien, die von OHB ausgegeben werden. Mit dem Geld will das Unternehmen Übernahmen und Investitionen im Zuge einer Konsolidierung des europäischen ​Raumfahrtmarkts stemmen. Die restliche Summe – etwa 368 Millionen Euro – geht an den Finanzinvestor und Großaktionär KKR, der auf diese Weise seinen bereits geplanten Teilausstieg bei OHB realisiert. Der Streubesitz steigt in diesem Zuge auf bis zu 19,2 Prozent von bisher ⁠nur 5,7 Prozent. Der ⁠Kaufpreis für die neuen Aktien liegt bei 300 Euro und damit um gut ein Viertel unter dem Schlusskurs von 405,50 Euro vom vergangenen Freitag. Die OHB-Aktie hat ‌ihren Kurs seit September 2025 mehr als versechsfacht.Die Familie Fuchs als Hauptaktionär ​lässt ihre ‌Beteiligung von 65 auf gut 60 Prozent abschmelzen, indem sie ihre Bezugsrechte aus der Kapitalerhöhung nicht ausübt, sondern die neuen Aktien über den Markt verkaufen lässt. Der Finanzinvestor KKR platziert bis zu 1,23 Millionen seiner Aktien und senkt ‌seine Beteiligung an OHB damit auf gut 20 von 29 Prozent. Er könnte damit 368 Millionen Euro einnehmen – mehr als er beim Einstieg vor ‌zwei Jahren für das gesamte Paket bezahlt ​hatte.