PfadnavigationHomePolitikDeutschlandNach „Faschismus“-Vergleich„Für jeden ernsthaften Austausch disqualifiziert“ – Günther fordert Rücktritt von neuem Linke-ChefStand: 06:46 UhrLesedauer: 2 MinutenFür Historiker Hubertus Knabe steht die neue Linken-Führung für einen deutlich schärferen Kurs. Vor allem die Rhetorik des neuen Co-Vorsitzenden Luigi Pantisano stößt bei ihm auf Kritik.Jemand wie Pantisano könne „für Demokratinnen und Demokraten kein Ansprechpartner sein“, betonte Günter. Er sollte sich „schnellstmöglich aus der Politik verabschieden“.Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat den neugewählten Chef der Links-Partei, Luigi Pantisano, zum Rücktritt aufgefordert, nachdem dieser die Christdemokraten in die Nähe des Faschismus gerückt hatte. „Wer die CDU mit Faschisten und der AfD gleichsetzt, hat sich für jeden ernsthaften demokratischen Austausch disqualifiziert“, sagte Günther der „Bild“-Zeitung vom Montag. „Das ist geschichtsvergessen.“Jemand wie Pantisano könne „für Demokratinnen und Demokraten kein Ansprechpartner sein“, betonte Günter. Er sollte sich aus „schnellstmöglich aus der Politik verabschieden“.Lesen Sie auchPantisano war am Wochenende beim Parteitag der Linkspartei in Potsdam zum neuen Ko-Chef gewählt worden. Parteichefin Ines Schwerdtner wurde von den Delegierten im Amt bestätigt. Über das schlechte Wahlergebnis für Pantisano – er erhielt nur 53 Prozent ohne Gegenkandidaten – sagte Schwertner im Interview mit dem Fernsehsender phoenix: „Luigi Pantisano wird sich beweisen müssen. Nicht nur in der eigenen Partei, sondern auch in der Gesellschaft.“ Man nehme das Ergebnis sportlich.Der „Bild“ sagte Pantisano am Samstag, es gebe „gerade gar keinen Unterschied zwischen der CDU, die faschistische Politik macht, der AfD oder den Faschisten selbst“. Zuvor hatte er sich in der ARD aber noch für mögliche Bündnisse mit der CDU auf Landesebene ausgesprochen, um eine AfD-Regierung zu verhindern.Pantisano ordnet „Faschismus“-Aussage einAuf dem Parteitag bemühte sich Pantisano dann um eine Relativierung und Einordnung seiner „zugespitzten Aussage“ – sie sei aus einem „gewissen Kontext“ gerissen worden. Klar sei aber, die CDU mache „aktuell in vielen Teilen die Politik der AfD“, sie mache „schon teilweise faschistische Politik“. Eine Beteiligung an Landesregierungen müssten aber die Landesverbände vor Ort entscheiden.Lesen Sie auchMehrere Linken-Spitzenpolitiker aus ostdeutschen Landesverbänden zeigten sich trotz aller Kritik an der CDU irritiert über Pantisanos Äußerungen, etwa Eva von Angern, Spitzenkandidatin in Sachsen-Anhalt und der Linken-Chef von Mecklenburg-Vorpommern, Hennis Herbst. In beiden Ländern wird im Herbst gewählt. Fraktionschefin Heidi Reichinnek betonte, es gehe grundsätzlich darum, Verbesserungen für die Menschen im Land zu erzielen. „Das können wir in allen Rollen.“afp/saha