Luigi Pantisano sorgt mit seinem Faschismusvorwurf gegen die CDU für heftigen Unmut in den Reihen der Christdemokraten. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) forderte den neugewählten Linkenchef zum Rücktritt auf. »Wer die CDU mit Faschisten und der AfD gleichsetzt, hat sich für jeden ernsthaften demokratischen Austausch disqualifiziert«, sagte Günther der »Bild«-Zeitung. »Das ist geschichtsvergessen.« Jemand wie Pantisano könne »für Demokratinnen und Demokraten kein Ansprechpartner sein«, sagte Günter. Er sollte sich »schnellstmöglich aus der Politik verabschieden«.Pantisano hatte der Zeitung »Bild« am Samstag in einem Interview gesagt , es gebe »gerade gar keinen Unterschied zwischen der CDU, die faschistische Politik macht, der AfD oder den Faschisten selbst«. Ziel der Linken sei es, »die Faschisten von der Macht fernzuhalten«. Zuvor hatte sich Pantisano in der ARD aber noch für mögliche Bündnisse mit der CDU auf Landesebene ausgesprochen, um eine AfD-Regierung zu verhindern.Die Sache dürfte das ohnehin schwierige Verhältnis zwischen beiden Parteien weiter massiv belasten. Und das wenige Monate vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, wo die AfD jeweils in den Umfragen klar vorn liegt. Am Ende könnten ungewöhnliche Allianzen notwendig werden, um die Rechtsextremen von der Macht fernzuhalten. Auch Kooperationen von Union und Linken stehen im Raum.
Luigi Pantisano: Daniel Günther fordert Rücktritt nach Faschismus-Vorwurf
Die Union muss nach den Ostwahlen im September womöglich mit der Linken kooperieren. Doch deren neuer Chef Luigi Pantisano sorgt für Entsetzen in der CDU. Auch ein Christdemokrat mit Genossenversteher-Image reagiert empört.










