Vor dem Bundesgericht im Northern District des US-Bundesstaates Mississippi ist ein Zivilprozess um unbezahlte Honorare geplatzt. In dem Vertragsstreit stand der Anwalt Tom Withers der Stadt Aberdeen gegenüber. Withers vertrat sich allerdings nicht selbst.Anzeige
Wie das US-Onlinemagazin 404 Media berichtet, lag das Problem in der unzureichenden Arbeitsweise der Rechtsbeistände beider Streitparteien. Sowohl die Anwält:innen von Withers als auch jene der Stadt Aberdeen hatten generative künstliche Intelligenz genutzt, um ihre juristischen Argumentationen zu untermauern.
Dabei übernahmen sie die Ausgaben der Software ungeprüft in ihre Schriftsätze. Das Resultat: Beide Seiten legten dem Gericht zur Stützung ihrer jeweiligen Positionen vermeintliche Präzedenzfälle vor, die in der Realität gar nicht existierten. Die KI hatte die angeblichen Gerichtsurteile schlichtweg frei erfunden.Anzeige
Richterin Sharion Aycock brach die Verhandlung daraufhin umgehend ab und entzog allen vier beteiligten Anwält:innen das Mandat für diesen Fall. Zusätzlich verhängte das Gericht Geldstrafen zwischen 1.000 und 3.500 US-Dollar sowie teilweise zweijährige Auftrittsverbote für den Gerichtsbezirk. Der Kläger Withers selbst blieb von den Sanktionen verschont, da er nicht für die Fehler seines Rechtsbeistands verantwortlich gemacht wurde.











