In den USA haben die Verlage von fast 400 Nachrichtenportalen aus 33 Bundesstaaten Klage gegen Microsoft und OpenAI eingereicht, weil ihre Inhalte rechtswidrig für das KI-Training abgegriffen wurden. Das geht aus der Klageschrift hervor, die von Bloomberg Law publik gemacht wurde. Darin steht, dass sich an der Klage fast 50 Medienhäuser beteiligen, denen hauptsächlich unabhängige Zeitungen gehören.

Sie werfen den beiden Unternehmen vor, „systematisch und heimlich“ die Internetseiten – darunter auch solche hinter einer Paywall – der Verlage durchsucht und die Inhalte auf ihre eigenen Server gespeichert zu haben. Das sei ohne Genehmigung geschehen. Sie fordern Schadenersatz und ein Ende der behaupteten Urheberrechtsverletzung.

„Systematisch und vorsätzlich“

Insgesamt gehe es um den „systematischen und vorsätzlichen Diebstahl hunderttausender urheberrechtlich geschützter Artikel“, heißt es in der Klageschrift. Damit seien Produkte wie ChatGPT und Microsofts Copilot gefüttert worden, die den Marktwert der Unternehmen um Hunderte Milliarden US-Dollar gesteigert hätten: „Nicht ein Cent davon ist an die Verlage gegangen, deren Arbeit das ermöglicht hat.“ Dass es sich dabei um Absicht gehandelt habe, stehe außer Frage. OpenAI-Chef Sam Altman hatte dem britischen Parlament mitgeteilt, es sei „unmöglich, die heute führenden KI-Modelle zu trainieren, ohne urheberrechtlich geschützte Materialien zu nutzen“. Schließlich verweisen die Klagenden darauf, dass die KI-Modelle die Inhalte teils wortgetreu reproduzieren könnten.