Was passiert jetzt mit Israel? ++ Joschka Fischer über seine Sorgen um Amerika und Europa ++ Mit falschen Dokumenten zur Aufenthaltsbewilligung21.06.2026, 01.11 Uhr4 LeseminutenVor wenigen Monaten schien vieles klar. Israel und die USA wollten das iranische Regime entscheidend schwächen. Benjamin Netanyahu hoffte, seine Rolle als Garant der israelischen Sicherheit zu festigen. Donald Trump wollte als starker Präsident auftreten, der Probleme löst, anstatt sie auszusitzen. Heute, nur wenige Monate später, wirkt das Bild anders. In Teheran zeigt sich eine neue Führungsriege selbstbewusst wie lange nicht mehr. In Israel fragt man sich, ob der wichtigste Verbündete das Land gerade im entscheidenden Moment alleinlässt.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Wir neigen dazu, Macht zu überschätzen. Wir glauben, Regierungen könnten Entwicklungen steuern, Kriege kontrollieren und die Zukunft planen. Doch gerade der Nahe Osten erinnert immer wieder daran, wie begrenzt politische Kontrolle tatsächlich ist. Entscheidungen lösen Kettenreaktionen aus. Verbündete verfolgen eigene Interessen. Gegner verschwinden nicht einfach, nur weil man sie militärisch besiegt glaubte.Die Geschichte des Nahen Ostens ist voll von überraschenden Wendungen. Sieger von heute werden zu Verlierern von morgen, vermeintlich geschlagene Gegner finden neue Wege zurück an die Macht. Vielleicht lohnt es sich gerade deshalb, bei grossen geopolitischen Ereignissen vorsichtig zu sein mit schnellen Urteilen. Was im Moment wie ein Ende aussieht, ist oft erst der Beginn eines neuen Kapitels.Mehr zur Situation im Nahen Osten und zusätzliche Sonntagsempfehlungen gibt es weiter unten. Zunächst aber folgen hier die Lesetipps zur News-Lage.Aktuelles und DebattenLücken in der Personenfreizügigkeit: Wie Arbeitsmigranten mit Fake Jobs, Scheinfirmen und falschen Pässen an Aufenthaltsbewilligungen kommen. Zum ArtikelHitzewelle: Zwischen dem Alarm und der konkreten Hilfe für gefährdete Menschen klafft mancherorts eine Lücke – vor allem in der Deutschschweiz. Zum ArtikelWM: Wie kommen die Schweizer Fussballer jetzt in den Flow? Wenn Yakin mehr Manzambi wagt. Zum ArtikelHeikle Städtepartnerschaften: Etliche Gemeinden unterhalten Beziehungen zu chinesischen Partnerstädten. Der Geheimdienst befürchtet, dass diese auch dazu genutzt werden könnten, um Schweizer Akteure zu beeinflussen oder unter Druck zu setzen. Zum ArtikelWachstumsmüdigkeit: Plötzlich steht die Standortförderung in der Kritik, das Freihandelsabkommen mit Mercosur vor dem Scheitern – und bald die Wettbewerbsfähigkeit auf dem Spiel. Zum Editorial des Chefredaktors Beat BalzliDas empfehlen wir als SonntagslektüreAmir Levy / GettyWas passiert jetzt mit Israel? Jahrzehntelang konnte Israel darauf zählen, dass die USA an seiner Seite stehen. Doch nach Trumps überraschender Annäherung an Iran gerät diese Gewissheit ins Wanken. Was bedeutet das für Benjamin Netanyahu – und für die Zukunft Israels? Zum BerichtThomas Imo / Imago«Ohne die USA wird es den Westen nicht mehr geben»: Joschka Fischer war nie unkritisch gegenüber den USA. Umso mehr schmerzt ihn heute, wie sich Amerika unter Donald Trump verändert. Im Interview erklärt der frühere deutsche Aussenminister, warum Europa vor einer historischen Bewährungsprobe steht und weshalb ihn weniger die Amerikaner als die Europäer beunruhigen. Zum InterviewNoëlle Guidon«Das hohe Alter ist ein Geschenk»: Mit 98 trinkt Doris Gisler Truog noch immer Gin Tonic in der «Kronenhalle»-Bar, trägt Designermode und denkt nicht daran, sich kleinzumachen. Die Werbelegende, Mitstreiterin für das Frauenstimmrecht und Erfinderin unvergessener Slogans spricht über das Alter, die Liebe, die Trauer – und darüber, warum Mut und Stolz heute oft fehlen. Zum InterviewUnited Archives / ImagoWas würde Jesus essen? «Wääk, sieht das eklig aus!» Der Versuch, zu Hause ein biblisches Abendessen nachzukochen, endet mit einer Tiefkühl-Lasagne. Die Recherche über den neuen Bible-Food-Trend führt jedoch weit über Fisch und Gerstenbrot hinaus: zu Influencern, Sinnsuche und der Frage, warum wir unserer Ernährung immer mehr Bedeutung beimessen. Zum BerichtSamuel Ebneter / SFV40 000 Fussballverletzungen pro Jahr: Wer mit 45 nach 15 Jahren Pause wieder beim Grümpelturnier aufläuft, landet laut dem Nati-Arzt Philippe Tscholl mit etwas Pech direkt in seiner Sprechstunde. Ein Gespräch darüber, was Fussball mit unserem Körper macht und wie man Verletzungen möglichst vermeidet. Zum InterviewVertiefen Sie Ihr Wissen über Ernährung, Gesundheit und Psychologie mit unserem Newsletter «Wohl & Sein», der jeden Donnerstag in Ihrem Posteingang landet. Jetzt kostenlos anmeldenBevor Sie Ihre Woche beenden📸Anschauen: In der Schweiz und in weiten Teilen Europas werden sehr hohe Temperaturen gemessen. Die Hitzewelle in Bildern🎧 Hören: Um das ersehnte Ziel zu erreichen, wird der Fussball immer professionalisierter. Immer weniger wird dem Zufall überlassen. Um auf dem höchsten Niveau zu bestehen, bedienen sich Mannschaften wissenschaftlicher Methoden. Wie wird eine Mannschaft Weltmeister – rein wissenschaftlich berechnet?🍳️ Geniessen: Dieses farbenfrohe und gesunde Sommergericht – Pestobohnen mit geschmorten Tomaten – steht in nur einer Stunde auf dem Tisch. Zum Rezept von «NZZ Bellevue»Die heutige «NZZ am Sonntag»Zum aktuellen E-PaperSchön, dass Sie uns lesen. Einen erholsamen Sonntag und guten Start in die neue Woche wünschtSeraina SchöpferDas Briefing erscheint wochentags um 6 und 17 Uhr. Samstags gibt es eine Wochenendausgabe um 7 Uhr.
Was passiert jetzt mit Israel? Trumps Kurswechsel und Netanyahus Dilemma
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Trump wendet sich dem Iran zu, statt Israel zu unterstützen; Netanyahu verliert seinen Verbündeten. Geopolitische Neuausrichtung gefährdet israelische Cybersecurity-Firmen und internationale Tech-Partnerschaften; Volatilität zwingt zu strategischer Neubewertung.









