Analyse
Stand: 09.06.2026 • 19:53 Uhr
Jahrelang präsentierten sich US-Präsident Trump und Israels Premier Netanjahu als enge Partner. Doch inzwischen gibt es fundamentale Differenzen über den Nahost-Kurs. Davon zeugt ein offenbar wütendes Telefonat.
Es war eine Allianz, die von maximaler gegenseitiger Unterstützung geprägt war. Donald Trump lieferte als US-Präsident historische diplomatische Geschenke - allen voran der symbolträchtige Umzug der US-Botschaft nach Jerusalem. Israels Premierminister Benjamin "Bibi" Netanjahu revanchierte sich mit wertvoller innenpolitischer Schützenhilfe für den Republikaner.
Die Chemie schien perfekt. Netanjahu sparte nie mit Lob für seinen amerikanischen Verbündeten und betonte immer wieder, dass Trumps Führung die USA von einem großen Sieg zum nächsten leite. Doch die Realität der Kriege im Gazastreifen, im Libanon und mit Iran hat dieses Fundament erschüttert.
