Viel zu schwitzen, heisst nicht, dass man unsportlich istEine Ode an das Schwitzen, die genialste Klimaanlage, die es gibt.Natina Schregenberger21.06.2026, 05.30 Uhr2 LeseminutenDer Körper tropft, damit man überhaupt weiter Sport machen kann: Rafael Nadal, patschnass.Darrian Traynor / GettySommer bedeutet Sonne und Schwitzen, vor allem beim Sport. Schweiss, diese salzige Flüssigkeit, die unseren Körper verlässt und über die Stirn in die Augen rinnt und die Kleider durchnässt. Ist er ein Segen, lästiger Begleiter oder Indikator für schlechte Fitness? Definitiv das Erste: Schweiss tropft nie, weil Sie nicht fit sind – er tropft, damit Sie überhaupt weiter Sport machen können.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Bei Bewegung entsteht nebst vermehrter Muskelaktivität immer auch Wärme. Diese muss der Körper an die Aussenwelt abgeben, sonst droht innere Überhitzung. Je wärmer und feuchter die Aussenwelt, desto schwieriger ist diese Hitzeabgabe; also versucht der Körper mit Kühlung der Oberfläche durch Schweiss die Wärmeabgabe zu intensivieren.Das Ausmass des Schweissausstosses ist abhängig von der Intensität der Belastung auf den Körper, den klimatischen Umgebungsbedingungen sowie der individuellen Veranlagung. Wer in der Hitze viel leistet, der muss viel schwitzen! Genialerweise gewöhnt sich der Organismus bei regelmässiger Belastung in der Hitze an die Umgebungsbedingungen, Schweissrate, Salzgehalt und sogar unser Blutplasmavolumen verändern sich, was in jüngster Zeit im Leistungssporttraining bewusst genutzt wird.Wichtig bleibt, dem Körper genügend Flüssigkeit zuzuführen. Hier ist das Durstgefühl ein guter Indikator, es kommt jedoch gerade bei raschen Veränderungen der klimatischen Bedingungen nicht immer ganz mit. Wiegen Sie sich einmal vor und direkt nach einer sportlichen Betätigung um Ihren Schweissverlust abschätzen zu können. Ein bisschen weniger Gewicht nach dem Sport ist in Ordnung, keinesfalls sollte man nach dem Sport schwerer sein! Vorsicht auch mit übermässiger Einnahme von Salztabletten, unser Organismus kann den Salzverlust über die Haut sehr lange gut selber kompensieren.Sinnvoll zur Unterstützung sind gekühlte Getränke, die von innen einen effektiven Kühleffekt haben, Eiswürfel, Pfefferminze, ein mit kaltem Wasser getränktes T-Shirt oder Stirnband.Natina Schregenberger arbeitet als Sportärztin in der Stadt Zürich.Ein Artikel aus der «NZZ am Sonntag»Passend zum Artikel