Bei Menschen, die künstliche Intelligenz seit der Chat-GPT-Einführung Ende 2022 enthusiastisch als Schreibhilfe einsetzen, dürfte derzeit die Angst umgehen. Denn so gut und hilfreich die Systeme mittlerweile sind, genauso ungeklärt sind in vielen Bereichen die ethischen Standards zur Frage, welche Art der Nutzung an verschiedenen Stellen eigentlich erlaubt ist. In den vergangenen Jahren wurde bei der Textproduktion mit KI hauptsächlich die Frage diskutiert, wie man sich vor Halluzinationen der Modelle schützen kann, also vor erfundenen Gesprächspartnern, Zitaten und bisweilen auch Fakten. Aktuell hat sich der Diskurs verschoben hin zur Frage, ob die Nutzung selbst den produzierten Text in irgendeiner Weise diskreditiert.