Shorts, Bermudas, Capris: Mit ihnen geht es sich am angenehmsten durch den Sommer. Welche Modelle es gibt und wie man sie stylen kann.HotpantsKnapp, kurz, sexy: Das war lange das Image der Hotpants, bis wegweisende Labels wie Miu Miu daraus ein Outfit-Element gemacht haben, das schräg, unangepasst und rebellisch aussehen kann. Teilweise wurden die Catwalk-Hotpants so kurz, dass man sie Micro-Shorts taufte. Je nach Länge kann es immer noch Mut erfordern, sie zu tragen, selbst im Sommer. Bei Miu Miu gehören sie schon lange dazu: Die Micro-Shorts, hier ein Modell der Frühlings-Sommer-Kollektion 2025. Gleichzeitig bleiben sie ein Favorit, wenn es richtig heiss wird. Wer den kurzen Schnitt «entschärfen» will, kombiniert ihn zu weiten Oberteilen wie Tuniken oder Oversize-Shirts, flachen Sandalen oder Sneakers. Wer Hotpants am Abend tragen will, sollte darauf achten, dass der Look nicht zu freizügig aussieht. Eine weite Seidenbluse oder ein fliessender Trenchcoat sind hier richtig. Knallende Farbkombinationen waren in der Frühlings-Sommer-Schau 2026 von Prada zu sehen. PD BermudasMit Bermuda-Shorts fing alles an: Sie gelten als erstes Beispiel dafür, dass kurze Hosen in der westlichen Gesellschaft an Akzeptanz gewannen, zumindest im Freizeitkontext und vor allem für Männer. Ihre Wurzeln liegen auf Bermuda, wo sich britische Soldaten Anfang des 20. Jahrhunderts den Look von Einheimischen abgeschaut haben sollen, die damit der Hitze trotzten. Getty Images Ob von der Strasse oder von den Laufstegen (wie hier bei Dries Van Noten SS 26), die Inspiration für die Tragweise der Bermudas könnte nicht grösser sein. Die Modelle sind genauso vielfältig wie die Art, wie sie sich kombinieren lassen. In den vergangenen Jahrzehnten hatten Bermuda-Shorts in der Mode lange nicht den besten Ruf: zu maskulin, zu prollig. Das hat sich geändert. Der weite Schnitt und neue, eher formelle Varianten aus Baumwollstoff oder mit Bügelfalte sorgen dafür, dass Bermudas eine andere Anmutung bekommen. Sie passen so perfekt zu Blazern, Longsleeve-Shirts oder Loafern mit Socken. Unter Skatern sind sie schon seit Jahrzehnten beliebt, doch die Mode setzt sie in einen neuen Kontext (und gab ihnen einen neuen Namen): Jorts, die Kurzform für Jeansshorts. Damit sind meistens weite Denim-Hosen gemeint, die bis zum Knie reichen. Der Look gefällt, weil er etwas angezogener aussieht als klassische Shorts und weil der Mix aus Denim und Länge ein Kleidungsstück ergibt, das lässig und chic zugleich ist.Jorts können daher gut mit weiten Hemden und höheren Schuhen wie Kitten-Heels oder Sandaletten kombiniert werden, Gürtel geben der Oversize-Linie eine Form. Sportlicher wird der Look mit Polo- oder Rugby-Shirts. Die Shorts von Loewe haben mit ihrem flexiblen Schnitt und mit der Kordel, die den Bund zusammenhält, nicht mehr viel mit einer steifen Jeans zu tun. Getty Images Capri-HosenIm Zuge des Neunziger-Jahre-Megatrends versuchen auch Capri-Hosen sich den Weg zurück in den Mainstream zu bahnen. Auf der Strasse sieht man sie eher selten, doch Celebrity-Fans gibt es einige, wie Kendall Jenner und Gwyneth Paltrow. Auf dem Weg an die Fashion-Weeks in Mailand entschied sich Gwyneth Paltrow für ein chic-reduziertes Capri-Deuxpièces. Getty Images Beide machen vor, dass Capri-Pants am besten aussehen, wenn sie etwas eleganter interpretiert werden: mit High Heels, Loafern oder Ballerinas, engen Oberteilen und Blazern oder weiten Hemden. Die Länge, die kurz über oder unter dem Knie endet, kann die Beine kürzer aussehen lassen, weshalb man Muster vermeiden und eher zu unifarbenen Modellen in klassischen dunklen Tönen wie Schwarz, Navy oder Grau greifen sollte. PD Dario Vitale setzte bei seiner SS-26-Kollektion für Versace auf alles andere als Schwarz und Grau. Er ging auch in der Zeit etwas weiter zurück und bediente sich an Referenzen an die 1980er Jahre, als die Capri noch etwas lockerer sass. TrainingsshortsIhr Platz war lange im Fitnessstudio oder auf dem Sportplatz, doch Shorts aus sportlichen Materialien, in Signalfarben und mit Kontraststreifen werden längst auch für ihre modische Aussage geschätzt.Der Vorteil: Sie sitzen eher weit, sind bequem und luftig und bringen durch starke Farben etwas gute Laune in jeden Look. Am besten sehen sie zu weiten Statement-T-Shirts und leichten Sweatshirts aus. Besonders sommerlich: eine Kombination mit BH-Top und offen getragenem Hemd. Ob zum Fitness, in die Badi oder zum Shoppen, die Sportshorts lassen sich (fast) für jeden Anlass kombinieren. Getty Images Newsletter Die besten Artikel aus «NZZ Bellevue», einmal pro Woche von der Redaktion für Sie zusammengestellt.