PfadnavigationHomePolitikDeutschlandParteitag„Jüdische Menschen haben Angst“ – Linke-Chefin kündigt „rote Linie“ gegen Antisemitismus anVon Franziska NockeStand: 08:45 UhrLesedauer: 2 MinutenLinke-Bundesvorsitzende Ines SchwerdtnerQuelle: Katharina Kausche/dpaIn Teilen der Linken sind israelfeindliche und antisemitische Positionen beliebt. Parteichefin Schwerdtner will auf dem Bundesparteitag einen Beschluss gegen Antisemitismus fassen lassen – und sieht dafür eine „große Mehrheit“.Die Vorsitzende der Linken, Ines Schwerdtner, hat vor dem Bundesparteitag am kommenden Wochenende in Potsdam eine klare Abgrenzung gegen Antisemitismus angekündigt. „Wir sagen auf diesem Bundesparteitag jetzt ganz klar, dass wir eine rote Linie ziehen gegen jeden Antisemitismus, gegen jeden Rassismus“, sagte Schwerdtner im „Berlin Playbook Podcast“ von „Politico“.Der geplante Beschluss gilt als richtungsweisend für die Partei, die zuletzt über israelfeindliche und antisemitische Positionen in einzelnen Gliederungen diskutiert hatte. Für den Kurs sieht sie eine breite Unterstützung in der Partei. „Wir haben da eine große Mehrheit in der Partei“, sagte sie.Lesen Sie auchZugleich warnte Schwerdtner, Kritik an Israels Regierung mit Antisemitismus gleichzusetzen. „Man muss einen Unterschied machen zwischen der Kritik an der israelischen rechtsextremen Regierung und Siedlungspolitik und den jüdischen Menschen auch hier in Deutschland, die gerade Angst haben vor Angriffen“, sagte sie. „Diese Unterscheidung muss man unbedingt machen.“Mit Blick auf die ostdeutschen Landtagswahlen im September und die Stärke der AfD sagte Schwerdtner: „Wir kämpfen gerade dafür, dass es wieder anders wird. Wir gehen sowohl in Sachsen-Anhalt als auch in Mecklenburg-Vorpommern jetzt wieder in die ländlichen Gebiete, an die Haustüren, zu den Menschen. Weil wir wissen, dass viele sich entfremdet fühlen von allen Parteien, nicht nur von uns als Linken.“ Ihre Partei müssen den Leuten Lösungen anbieten. „Das tut die AfD ja nicht.“Sowohl die Linke-Fraktionschefs Heidi Reichinnek und Sören Pellmann als auch sie selbst kämen aus Ostdeutschland. „Ich glaube, wir wissen alle drei sehr, sehr gut, was es bedeutet, dass Millionen Menschen ihre Arbeitsplätze verloren haben. Dieses Trauma in der ostdeutschen Geschichte, das kennen wir alle nur zu gut. Und ich glaube, das zählt, dass man den Menschen im Osten auf Augenhöhe begegnet.“Lesen Sie auchDieser Bericht kommt aus dem „Berlin Playbook“ von „Politico“. Für mehr Insights aus dem Regierungsviertel immer wochentags um 7 Uhr können Sie sich hier kostenlos anmelden.
Linke: „Jüdische Menschen haben Angst“ – Linke-Chefin kündigt „rote Linie“ gegen Antisemitismus an - WELT
In Teilen der Linken sind israelfeindliche und antisemitische Positionen beliebt. Parteichefin Schwerdtner will auf dem Bundesparteitag einen Beschluss gegen Antisemitismus fassen lassen – und sieht dafür eine „große Mehrheit“.







