Wenn Elon Musk in dieser Woche dem ZDF mit einer Klage droht, weil ihm der Sender in einem Heute-live-Beitrag eine Mitverantwortung für die ausländerfeindlichen Krawalle in Belfast zuschrieb, dann fällt in deutschen Redaktionen reflexartig ein Name: Joachim Steinhöfel. Der Hamburger Medienanwalt hat den ZDF-Fall sogar persönlich übernommen und eine Unterlassungserklärung gefordert, in der es heißt: „Die Behauptung, unser Mandant habe zu einer ‚Jagd auf Migranten‘ durch einen ‚rassistischen Mob‘ aufgerufen, ist offensichtlich unwahr.“
Es ist nur der jüngste Coup eines Juristen, der sich in den vergangenen Jahren zum gefürchtetsten Gegner deutscher Verlagshäuser und öffentlich-rechtlicher Sender entwickelt hat. Besonders die Vertretung des russisch-usbekischen Milliardärs Alischer Usmanow hat eine bemerkenswerte Serie von Niederlagen für renommierte Medien produziert. Eine Bilanz der fünf aufsehenerregendsten Erfolge.
1. Der Paukenschlag gegen die FAZ
Den vorerst spektakulärsten Sieg landete Steinhöfel vor wenigen Wochen vor dem Landgericht Hamburg. Mit Urteil vom 23. Januar 2026 (Aktenzeichen 324 O 43/24) gab das Gericht der Klage Usmanows gegen die Frankfurter Allgemeine Zeitung statt und untersagte dem Blatt die Verbreitung einer Reihe falscher Tatsachenbehauptungen. Erstmals überhaupt verbot ein europäisches Gericht die Verbreitung von gegen Usmanow gerichteten Falschaussagen Alexej Nawalnys.











