Was soll man sagen? Der eine macht es kurz und knackig, der andere redet episch um den heißen Brei herum. Jetzt könnte man Wetten darüber abschließen, was in einer aufmerksamkeitsgetriebenen Gegenwart mit einem zu weiten Teilen verdrossenem ÖRR-Publikum besser ankommt, aber irgendwie ist es auch ohne Wette klar: Die Zeit umständlicher und durchbürokratisierter Reden, in denen Politik und Institutionen nicht Klartext reden, ist vorbei. Die Welt brennt an allen Ecken und Enden, und die Bürger, auch die in Deutschland, sind auch deshalb so geladen, weil sie Schönfärberei auf allen Ebenen satt haben.
Sprachliches Bürokratie-Museum
Medienkolumne
Viel Anlauf, wenig Sprung: Die derzeitige Fehlerkultur des ÖRR ist lediglich Besitzstandswahrung
Nach einem schweren Messerangriff mit Mordversuch im englischen Southport, der zu landesweiten Ausschreitungen führte, hatte es im ZDF geheißen, Elon Musk habe zur Jagd auf Migranten aufgerufen. In der Sendung „ZDF heute live“ hatte Moderatorin Christina von Ungern-Sternberg am 12. Juni Folgendes gesagt: „Ein rassistischer Mob macht daraufhin Jagd auf Migranten. Dazu aufgerufen hatten ein britischer Rechtsextremist und Tech-Milliardär Elon Musk.“










