Das Start-up Isar Aerospace gehört zwar zu den bestfinanzierten Gründerfirmen der europäischen Raumfahrt, doch mit seiner Trägerrakete Spectrum hat das Unternehmen bisher wenig Glück. Der erste Testflug endete im März vergangenen Jahres nach 30 Sekunden mit einem Feuerball. Gründe waren damals Probleme mit einem Ventil und der Stabilität der kleinen Rakete. Seit Januar haben die Gründer aus München mittlerweile vier Versuche für einen zweiten Testflug unternommen. Grund waren jeweils neuerliche technische Probleme, im März mussten sie den Countdown wegen eines Fischerboots in der Sperrzone abbrechen. Diesmal gab es Probleme mit den Flüssigkeitssystemen der Rakete.Wann der nächste Versuch stattfinden kann, bleibt unklar. Theoretisch ist dies zunächst noch bis Ende dieser Woche möglich. „Startabbrüche gehören zur Raketenindustrie, jedes erfolgreiche Raketenunternehmen hat das schon erlebt“, so Firmengründer Daniel Metzler in einer früheren Stellungnahme. Jeder Versuch liefere wertvolle Erfahrungen und Erkenntnisse auf dem Weg in den Erdorbit. Die Spectrum soll eine Tonne Fracht in den niedrigen Erdorbit transportieren können. Zum Vergleich: Die Esa-Rakete Ariane fasst bis zu rund 20 Tonnen.Das 2018 gegründete Unternehmen eröffnet demnächst eine neue Fabrik im Osten von München, um dort mittelfristig bis zu 40 Raketen pro Jahr zu bauen. Isar Aerospace ist das erste deutsche Raumfahrt-Einhorn, wird also mit mehr als einer Milliarde Euro bewertet, und hat gerade weitere 270 Millionen Euro eingesammelt.
RaumfahrtIsar Aerospace verschiebt Start zum vierten Mal
Der Weg auf dem Weg in die Erdumlaufbahn ist holprig. Der zweite Testflug der Münchner Gründerfirma lässt weiter auf sich warten.











