Mit der Initiative «Stopp Prämienschock» will die SVP die Steuerzahler entlasten – gelingt dieses Mal der Durchbruch?Bei einem Ja können deutlich höhere Beträge für die Krankenkasse vom Einkommen abgezogen werden. Ob es dazu kommt, entscheidet heute die Zürcher Stimmbevölkerung.14.06.2026, 11.21 Uhr2 LeseminutenDie Gesundheitsleistungen nehmen von Jahr zu Jahr zu.Gaëtan Bally / KeystoneDie SVP hat seit einiger Zeit klassische linke Politikthemen für sich entdeckt. Dazu gehören das Wohnen (Vorrang von Einheimischen bei kommunalen Liegenschaften), aber auch die Krankenkasse: Der Kanton Zürich stimmt heute über die «Stopp Prämien-Schock»-Initiative der Volkspartei ab.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Während linke Parteien beim Thema Krankenkasse bei der Höhe der Prämie ansetzen und diese begrenzen wollen, zielt die SVP mit ihrer Initiative auf die Steuern: In der Steuererklärung sollen höhere Abzüge für die Krankenkassenprämien erlaubt werden.Heute sind maximal 2900 Franken für Alleinstehende beziehungsweise 5800 Franken für Verheiratete möglich. Diese Beträge haben mit der Entwicklung der Krankenkassenprämien nicht Schritt gehalten. In der Stadt Zürich zum Beispiel gilt eine Durchschnittsprämie für Erwachsene von fast 600 Franken pro Monat beziehungsweise gut 7000 Franken pro Jahr. Der erlaubte Abzug liegt also weit unter den tatsächlichen Kosten.Die SVP-Initiative will das ändern. Der Steuerabzug für die Krankenkassenprämie soll der tatsächlichen Durchschnittsprämie entsprechen. Steigt die Durchschnittsprämie, soll auch der Abzug erhöht werden.Bei ihrer Forderung verweist die SVP auf die Zürcher Nachbarkantone, welche allesamt höhere Abzüge kennen. Ausserdem beruft sie sich auf den Volkswillen: Bereits 2022 hatte das Zürcher Stimmvolk eine ähnliche Initiative angenommen – diese war aber in der Stichfrage einem milderen Gegenvorschlag unterlegen.Die Initiative wird auch von der FDP und der EDU unterstützt. Die anderen Parteien sowie die Kantonsregierung lehnen sie ab. Dies unter anderem wegen der Kosten: Dem Kanton und den Gemeinden würden jährlich je rund 80 Millionen Franken an Steuern entgehen.Passend zum Artikel
Mehr Steuerabzüge für Krankenkassenbeiträge? Zürcher entscheiden über SVP-Initiative
Bei einem Ja können deutlich höhere Beträge für die Krankenkasse vom Einkommen abgezogen werden. Ob es dazu kommt, entscheidet heute die Zürcher Stimmbevölkerung.














