PfadnavigationHomePolitikAuslandVolksabstimmungSchweizer erteilen Bevölkerungsobergrenze klare AbsageStand: 13:19 UhrWahllokal in Aarberg: Die „Nachhaltigkeitsinitiative“ der SVP ist gescheitertQuelle: Peter Schneider/KEYSTONE/dpaIn der Schweiz zeichnet sich einer ersten Hochrechnung zufolge ein Trend zu einem klaren Nein zur Begrenzung der Zuwanderung und der Einwohnerzahl in der Alpenrepublik ab.Bei der Schweizer Volksabstimmung über eine Begrenzung der Migration zeichnet sich nach einer ersten Hochrechnung eine klare Ablehnung ab. Demnach zeichneten sich nur 45 Prozent Ja-Stimmen und 55 Prozent Nein-Stimmen ab, wie Lukas Golder vom Umfrageinstitut gfs.bern im Schweizer Fernsehen SRF sagte.Die rechtskonservative Schweizerische Volkspartei (SVP) wollte die Bevölkerungszahl bis 2050 auf zehn Millionen begrenzen. Dafür sollten, wenn es auf den Grenzwert zugeht, zunächst Asyl und Familiennachzug eingeschränkt werden, in letzter Konsequenz auch die Freizügigkeit für EU-Bürger. Derzeit hat die Schweiz 9,1 Millionen Einwohner.Lesen Sie auchDie SVP hat nach mehreren gescheiterten Vorstößen gegen Migration und Ausländer ihr Anliegen dieses Mal als „Nachhaltigkeitsinitiative“ deklariert. Vordergründig hieß es, die Vorlage wolle Ressourcen schonen, unverbaute Landschaften garantieren, Staus abbauen, überfüllte öffentliche Verkehrsmittel entlasten und Kriminalität senken. Die SVP machte aber kein Hehl daraus, dass es ihr im Kern um eine Begrenzung der Migration ging.Europaweit greifen rechte Parteien Ängste vor Zuwanderung auf, wie es auch beim Aufstieg der AfD in Deutschland und des Rassemblement National in Frankreich zu beobachten ist. In der Schweiz fand der Vorschlag allerdings weit über nationalistische Lager hinaus Zuspruch. Reuters/dpa/krö