Robin, 15, aus Willemstad (Curaçao)

»Es war schon fast vier Uhr morgens, aber ich war hellwach und konnte den Fernseher einfach nicht ausschalten. Die Nachspielzeit des entscheidenden Qualifikationsspiels lief bereits. Es stand 0:0. Ein Unentschieden würde uns reichen. Plötzlich bekam Jamaika einen Elfmeter. Doch der wurde vom VAR zurückgenommen. In dem Moment dachte ich: Wir können das wirklich schaffen! Kurz darauf war das Spiel aus – und Curaçao erstmals für eine WM qualifiziert.

Ich will selbst mal Fußballprofi werden und war daher zum Zeitpunkt des letzten Quali-Spiels in den Niederlanden für Probetrainings bei Almere City und Vitesse Arnheim. Von der großen Feier auf Curaçao habe ich deswegen nicht viel mitbekommen. Der Jubel war wohl riesengroß. Alle bekamen einen halben Tag frei. Und alle sind froh, dass es in unserem Land Fortschritte im Fußball gibt.Unsere WM-Gruppe ist zwar echt hart, aber in den Niederlanden und auf Curaçao sagt man: De bal is rond. Das bedeutet so viel wie: Alles ist möglich. Der große Star unserer Mannschaft ist Leandro Bacuna. Wie alle anderen Spieler des Teams hätte er die Möglichkeit, auch für die Niederlande zu spielen, weil wir zu einem Königreich gehören. Aber Leandro hat immer an Curaçao geglaubt.