Deutschland steht bereits als Gruppensieger fest – und das vor dem letzten Gruppenspiel: Gegen Ecuador geht es für die Auswahl von Bundestrainer Julian Nagelsmann nun vor allem um die richtige Balance – und möglicherweise auch einige Kaderentscheidungen. Außenseiter Curaçao darf derweil tatsächlich vom Weiterkommen träumen. Und wie steht es um Japan und Australien?Die Spiele des WM-TagesEcuador: Die Südamerikaner spielen bislang ein enttäuschendes Turnier. Der Last-Minute-Niederlage gegen die Elfenbeinküste folgte ein torloses Remis gegen Underdog Curaçao. Um ihre Chance aufs Weiterkommen zu wahren, sollten die Ecuadorianer gegen Deutschland gewinnen. Dafür müsste die Offensive um Altstar Valencia allerdings auch mal ein Tor schießen. Stark besetzt ist die Defensive um die beiden Champions-League-Finalisten und früheren Bundesliga-Profis Pacho und Hincapié.Deutschland: Das gab es für die DFB-Elf bei 20 WM-Turnieren seit 1934 noch nie: Platz eins ist gesichert vor dem letzten Gruppenspiel. Für Bundestrainer Nagelsmann bedeutet dies, die richtige Mischung zu finden zwischen Rotation und Turnierflow. Mit Spannung wird erwartet, ob Undav nach drei Jokertoren erstmals in die Startelf rückt. Neben Havertz könnte auch Nmecha eine Verschnaufpause brauchen.Curaçao: Trotz der 1:7-Packung zum Auftakt gegen die deutsche Elf darf Curaçao vom Einzug ins Sechzehntelfinale träumen, sogar Gruppenplatz zwei ist noch möglich. Voraussetzung ist ein Sieg – es wäre der erste von Curaçao bei einer WM – gegen die Elfenbeinküste, was schwer genug werden dürfte. Nach dem fast schon sensationellen 0:0 gegen Ecuador ist die Hoffnung bei Trainer Dick Advocaat und seinem Team auf den nächsten Coup aber groß.Elfenbeinküste: „Die Elefanten“ sind klar favorisiert und würden schon mit einem Remis den zweiten Platz verteidigen. Die starke Leistung beim späten 1:2 gegen Deutschland will die Elf von Coach Emerse Faé bestätigen. Taktisch dürfte es für Kapitän Kessié und Co. ein komplett anderes Spiel werden: Gegen den erwarteten Defensivriegel von Curaçao sind spielerische Lösungen auf engem Raum gefragt.Tunesien: Für Tunesien geht es nur noch um die Ehre. Nach einem Trainerwechsel, zwei derben Klatschen gegen Schweden und Japan und internen Unruhen wollen die Afrikaner mit einem Überraschungssieg gegen die Niederlande die Fans in der Heimat milder stimmen. Das Turnier bleibt so oder so eine riesige Enttäuschung. In vier Jahren erfolgt der nächste Versuch, erstmals in der Verbandsgeschichte die K.o.-Phase einer WM zu erreichen.Niederlande: Die Tendenz stimmt bei den Niederländern nach dem 5:1 gegen Schweden, auch wenn in der Heimat über Spielmacher Frenkie de Jong gelästert wird. Der Vorwurf: Der Barça-Star spiele zu wenig Pässe in die Tiefe, was dieser prompt konterte: „Ich habe das Gefühl, dass viele Menschen eigentlich nicht viel vom Fußball verstehen“, sagte der 29-Jährige. „Sie schauen wohl zu, aber sie sehen nicht viel.“ Nun wird vermutlich noch genauer hingeschaut, wie de Jong seine Elf zum erwarteten Erfolg und greifbaren Gruppensieg führen will.Japan: Japan geht mit vier Punkten aus zwei Spielen entspannter ins Duell als die Schweden. Die Hoffnungen im Sturm ruhen dabei wieder auf Ayase Ueda, der gegen Tunesien mit zwei Toren glänzte. Die Mannschaft wirkt taktisch stabil, auch wenn Trainer Hajime Moriyasu ein paar Änderungen in der Startelf vornehmen könnte.Schweden: Für die Schweden ist die WM bislang ein großes Auf und Ab: Auf die 5:1-Gala gegen Tunesien folgte der 1:5-Absturz gegen die Niederlande. Welches Gesicht zeigt die Mannschaft um die Stürmerstars Viktor Gyökeres und Alexander Isak gegen Japan? Für das Drei-Kronen-Team geht es auch um das sichere Weiterkommen für die K.-o.-Runde.Türkei: Für die Türkei geht es nur noch um die Ehre – für Vincenzo Montella vielleicht aber auch schon um seine Zukunft als Nationaltrainer. Zwar sprach ihm Verbandschef Ibrahim Haciosmanoglu trotz des bereits sicheren WM-Ausscheidens das Vertrauen aus. Aber wer weiß schon, ob die Bosse nach einer dritten Niederlage in der bislang so enttäuschenden Vorrunde noch genauso denken. Die Stars wie Arda Güler, Kenan Yildiz oder Kapitän Hakan Calhanoglu wollen sich zumindest würdevoll von der WM verabschieden.USA: Angesichts des sicheren Gruppensiegs dürfte Chefcoach Mauricio Pochettino die Rotationsmaschine anwerfen und den Spielern aus der zweiten Reihe zu Einsätzen verhelfen. Klar ist: Sollte nach dem 4:1 gegen Paraguay und dem 2:0 gegen Australien der dritte Sieg gelingen, würde das die Hochstimmung weiter anheizen.Paraguay: Für den rotgesperrten Flügelspieler Almirón könnte Trainer Alfaro auf rechts Caballero vertrauen, der seine Stärken klar in der Offensive hat. Die defensivere Variante wäre Routinier Velázquez. Zwar muss Paraguay gewinnen, um an Australien vorbeizuziehen und Zweiter zu werden. Ein Punkt dürfte aber wahrscheinlich schon reichen, um als einer der acht besten Gruppendritten die K.-o.-Runde zu buchen.Australien: Den Socceroos genügt bereits ein Remis fürs Weiterkommen. Entsprechend defensiv dürfte es das Team von Trainer Popovic angehen. Eine gute Ausgangslage für die abwehrstarke Mannschaft, für die der Einzug ins Sechzehntelfinale ein großer Erfolg wäre.
Fußball-WM 2026 heute: Novum für Deutschland, Curacao darf träumen
Die abschließenden Partien in gleich drei Gruppen stehen an. DFB-Gegner Ecuador steht unter Druck. Schweden und Paraguay müssen liefern. Und Curaçao träumet vom großen Coup.














