Leise Musik säuselt im Hintergrund. Tiefe Atemzüge sind zu hören und ab und an ein leichtes Scheppern. „Noch drei, noch zwei, noch eins“, zählt Stefan Monz herunter. Dann dürfen die fünf Frauen und der eine Mann, die an diesem frühen Donnerstagmorgen zu einer Pilates-Stunde ins Purajana, ein Boutique-Studio in Frankfurt-Eschersheim, gekommen sind, die Anspannung lösen. Die gepolsterten Schlitten der Reformer, auf denen sie liegen, gleiten auf ihren beiden Schienen ganz nach vorne. Die Schlaufen, die die Fleißigen eben noch an den Seilzügen in ihren Händen hielten, können sie loslassen, die Füße von den Stützen nehmen, um sich aufzurichten, und die verschiedenfarbigen Federn, die bei den einzelnen Übungen den Widerstand vorgeben, nach Anweisung, aber auch den eigenen Bedürfnissen entsprechend neu einhaken oder lösen. Monz geht herum und schaut sich die individuellen Einstellungen an, prüft gegebenenfalls, ob alles richtig sitzt. Dann geht er zur nächsten Aufgabe über, erklärt präzise die verlangte Körperposition und wohin die Luft bei den einzelnen Bewegungen gelenkt werden soll.