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Frühestens zum Halbfinale?Und gestern Abend WM geschaut? Mexiko gegen Südafrika? Oder heute Nacht, Südkorea gegen Tschechien? Falls nicht, oder falls Sie schon jetzt, an Tag 2 der Herren-Fußball-Weltmeisterschaft, diesen leichten Überdruss verspüren, bitte ich um Entschuldigung. Auch, weil die WM schon gestern an dieser Stelle Thema war. Aber so ist das eben mit Weltereignissen. Man kommt schwer an ihnen vorbei.

Und es geht ja nicht nur um Sport, sondern auch um Politik. Damit ist nicht nur Donald Trump gemeint, der die WM schon vor dem ersten Spiel gekapert hatte (mehr dazu lesen Sie hier ). Sondern auch die deutsche Politprominenz, die vor der Frage steht: Hinfahren oder nicht? Diese Frage stellt sich immer wieder, auch bei den beiden vorigen Weltmeisterschaften in Russland und Katar war es so.

Kanzler Helmut Kohl und Teamchef Franz Beckenbauer nach dem deutschen WM-Triumph 1990 in Rom: Wenn es gut läuft

Dieses Mal stellt sich die Frage wegen Donald Trump und seiner Giga-Inszenierung. Wie also verhält sich die deutsche Politik? Ein Team aus mehreren SPIEGEL-Kollegen ist dieser Frage nachgegangen.Das Ergebnis: Bis auf die für Sport zuständige Staatsministerin Christiane Schenderlein von der CDU, die selbst im Berliner Regierungsviertel unerkannt über die Straße gehen könnte, haben die Kollegen keine namhafte Politikerin, keinen namhaften Politiker gefunden, die oder der bislang hinfahren will. Auch Schenderlein fährt übrigens nicht zum ersten Spiel der deutschen Mannschaft am Sonntag in Houston, Texas – sondern erst zum zweiten. Nach Toronto. Das liegt in Kanada, nicht in Trumps USA.