Was ist das Spiel des Tages? Deutschland gegen Curaçao natürlich. Das Bauchgrummeln vor Turnierstart ist inzwischen deutsche WM-Tradition, viele Fragen zur Nationalmannschaft scheinen noch offen. Kann Manuel Neuer schmerzfrei durch den Strafraum fliegen? Ist das Abwehrduo Tah/Schlotterbeck wirklich so gut, wie es sich selbst findet? Und mogelt sich Deniz Undav in der teaminternen Ordnung doch noch an Jamal Musiala vorbei, trotz Startelf-Garantie für den Bayernprofi? Blöder Nebeneffekt des Auftaktgegners: Belastbare Antworten auf diese Fragen dürfte ein Spiel gegen Curaçao nicht liefern. Vorsichtige Prognose aber: Zweistellig wird nur die Zahl der Anspielungen auf karibische Lebensfreude, Blue Curaçao und Cool Runnings im Rahmenprogramm von MagentaTV.

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Wer wird heute wichtig? Eine Linie, die es eigentlich gar nicht gibt. Peinlich genug, dass es für die dominant spielende Schweiz gestern Abend nur zu einem 1:1 gegen Katar gereicht hat. Aber hätte es den Elfmeter, aus dem ihr Führungstor resultierte, überhaupt geben dürfen? Standbilder legten nahe, dass zwei Schweizer vor dem elfmeterwürdigen Foul des katarischen Torhüters Mahmud Abunada im Abseits standen. Die virtuelle Linie, die sonst zur Überprüfung solcher Aktionen eingeblendet wird, blieb jedoch ungezogen, es gab im Fernsehen nur eine Wiederholung der Szene. Gary Neville, einst englischer Nationalspieler und heute TV-Analyst, kriegte sich in der Halbzeitpause der Partie gar nicht mehr ein. Er bezeichnete die Fifa als »Diktatur«, die den Fans Beweise über strittige Situationen vorenthalte. Der Weltverband verwies später auf technische Probleme, die jedoch die Arbeit der Videoschiedsrichter nicht beeinträchtigt hätten. Kann man's glauben? Die Linie jedenfalls steht nicht erst seit diesem Turnier unter besonderer Beobachtung.