Als Anfang Dezember klar wurde, gegen wen die deutsche Fußballnationalmannschaft in die WM starten würde, deuteten viele der Reaktionen auf leichte Gegner hin. Gegen Curaçao, die Elfenbeinküste und Ecuador spielt die Elf von Julian Nagelsmann in der Gruppenphase. Teams, die vielen als leichtes Startprogramm erscheinen – aber ist das so?Kommentator Oliver Schmidt, der die Auslosung im ZDF kommentiert hatte, urteilte damals: „Es hätte wesentlich schlimmer kommen können.“ Diese These fand einige Unterstützer, den ehemaligen Nationalspieler Hanno Balitsch etwa, der beim ZDF als Experte tätig ist. Er habe, wie Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein verriet, „hinter den Kulissen einmal kurz gelacht und gemeint: ‚Das ist ja lächerlich.‘“. Der 2014er-Weltmeister Mats Hummels sagte später: „Ich glaube, das ist eine Gruppe, in der es keine Zweifel am Weiterkommen geben wird.“
Nach dem Auftakt wird es schwerer
Und klar, Zweifel am Weiterkommen sollte es insofern nicht geben, als sogar die acht besten Gruppendritten weiterkommen werden. Und Deutschlands erster Gruppengegner, Curaçao, sollte für die DFB-Elf tatsächlich ein so kleines Hindernis darstellen, dass der dritte Platz gesichert wäre. Darauf deuten zumindest die Testspielergebnisse hin: In diesem Jahr verlor Curaçao 0:2 gegen China, 1:5 gegen Australien und 1:4 gegen Schottland. Immerhin glückte die Generalprobe gegen Aruba (4:0). Trotzdem wäre alles andere als ein deutlicher Sieg für Deutschland eine Überraschung.














