Stand: 11.06.2026 • 16:48 Uhr
Auf Gran Canaria trifft Papst Leo XIV in einem Hafen mit Migranten zusammen. Er fordert, Europa dürfe nicht hinnehmen, dass das Mittelmeer und der Atlantik zu "Friedhöfen ohne Grabsteine" würden.
Papst Leo XIV. hat davor gewarnt, sich an den Tod von Migranten auf den Fluchtrouten über das Meer zu gewöhnen. Bei einem Besuch auf Gran Canaria sagte das Oberhaupt von 1,4 Milliarden Katholiken, Europa dürfe nicht die Menschenwürde beschwören und zugleich hinnehmen, dass das Mittelmeer und der Atlantik zu "Friedhöfen ohne Grabsteine" würden.
Auf den bei Deutschen beliebten Kanarischen Inseln kommen jährlich Tausende Migranten auf dem gefährlichen Weg von Westafrika über das Meer an. Viele sterben dabei. Auf dem Höhepunkt der Krise 2024 kamen binnen eines Jahres fast 50.000 Menschen irregulär auf den Kanarischen Inseln an.
Symbol der humanitären Notlage wurde der Hafen von Arguineguín - der sogenannte "Muelle de la Vergüenza", der "Kai der Schande". Dort harrten im August 2020 zeitweise fast 3.000 Menschen unter prekären Bedingungen aus, obwohl der Bereich nur für etwa 500 Personen ausgelegt war.










