Folgende Wahrheiten erachten wir als selbstverständlich: dass alle Menschen gleich geschaffen sind; dass sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten ausgestattet sind; dass dazu Leben, Freiheit und das Streben nach Glück gehören«: So lauten die unsterblichen Sätze der Declaration of Independence, deren 250. Jahrestag die Amerikaner in diesem Jahr mit patriotischem Pathos feiern. Doch als der Kontinentalkongress, die Vertretung der 13 aufständischen Kolonien, am 4. Juli 1776 die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten von Amerika verkündete, lebten dort mehr als 450.000 versklavte Afrikaner, die fast ein Viertel der Gesamtbevölkerung ausmachten. In Virginia und Georgia waren mehr als 40 Prozent der Einwohner Sklaven, in South Carolina sogar mehr als 60 Prozent.
Unabhängigkeitserklärung und Sklaverei: »Ihr mögt jubeln, ich muss trauern«
Die USA feiern 250 Jahre Unabhängigkeit. Hunderttausenden aber brachte die Revolution keine Freiheit – ganz im Gegenteil: Sie stärkte die Sklaverei.












