Wenige Tage vor dem Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft hat die Polizei bei Lehrerprotesten in Mexiko-Stadt Sprengstoff sichergestellt. In einem Bus von anreisenden Demonstranten seien 59 Sprengsätze entdeckt worden, teilte das Innenministerium mit.
»Wir befürworten friedliche Demonstrationen, aber die Bevölkerung darf durch den Einsatz von Sprengkörpern bei Protesten nicht gefährdet werden«, sagte der Staatssekretär für Menschenrechte im Innenministerium, Arturo Medina. Welche Sprengkörper die Polizei gefunden hat, ist bislang nicht bekannt.Proteste seit mehreren TagenSeit Tagen demonstrieren radikale Mitglieder der Lehrergewerkschaft CNTE für die Rücknahme einer umstrittenen Rentenreform. Sie blockieren Hauptstraßen in Mexiko-Stadt und haben im historischen Zentrum der Hauptstadt ein Zeltlager errichtet.
Vor wenigen Tagen stürzten demonstrierende Lehrkräfte bereits riesige Statuen von Spielern. »Wenn es keine Lösung gibt, rollt der Ball nicht«, stand in roter Graffiti-Schrift auf einer der Statuen. Die fünf Meter hohen Plastikfiguren von Spielern aus aller Welt säumen die Allee Paseo de la Reforma.Die Demonstranten rissen drei dieser Statuen mithilfe von Seilen um, zogen ihnen die Trikots aus und verbrannten die Jerseys. Dabei handelte es sich um die Figuren von Spanien, Belgien und Frankreich.Präsidentin Claudia Sheinbaum bezeichnete die Demonstration, die zu Straßensperrungen führte, damals zunächst als friedlich. In einer Regierungserklärung wurde zudem zur Wiederaufnahme des Dialogs aufgerufen.














