Mexiko-Stadt (dpa) - Eine Woche vor der Eröffnungsfeier der Fußball-Weltmeisterschaft am 11. Juni im legendären Aztekenstadion in Mexiko-Stadt erlebt die mexikanische Hauptstadt eine Welle von Protesten. „Wenn es keine Lösung gibt, wird der Ball nicht rollen“, warnen streikende Lehrer, die bereits Fußballer-Skulpturen an der Prachtstraße Paseo de la Reforma umgestürzt haben und Straßen blockieren.Plattform XDie SZ-Redaktion hat diesen Artikel mit einem Inhalt von Plattform X angereichertUm Ihre Daten zu schützen, wurde er nicht ohne Ihre Zustimmung geladen.Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Plattform X angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an den Betreiber des Portals zur Nutzungsanalyse übermittelt. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie unter sz.de/datenschutz.Auch Angehörige von rund 130.000 in Mexiko vermissten Menschen, darunter der 43 seit 2014 vermissten Studenten des Lehrerseminars von Ayotzinapa sowie Bauern und Kraftfahrer planen Proteste und Straßenblockaden. Sie wollen die durch die WM geschaffene internationale Aufmerksamkeit nutzen, um ihren Forderungen Gehör zu verschaffen.Im Mitgastgeberland Mexiko werden insgesamt 13 der 104 Spiele der gemeinsam mit den USA und Kanada organisierten WM ausgetragen. Rund um den Stadien in Mexiko-Stadt, Monterrey und Guadalajara sind Demonstrationen geplant.Gewaltausbruch der Kartelle versus soziale ProtesteBereits im Februar ließen gewalttätige Auseinandersetzungen nach der Festnahme und Tötung des Anführers eines Drogenkartells Bedenken über die Sicherheit während der WM in Mexiko aufkommen. Rund 70 Menschen kamen damals ums Leben. Nun bereiten die sozialen Proteste der Regierung Kopfzerbrechen. „Es gibt viel Provokationen“, sagte Präsidentin Claudia Sheinbaum auf einer Pressekonferenz. „Sie provozieren und wollen, dass wir handeln und die Proteste niederschlagen“.Zócalo-Platz ist für das FIFA-Fest abgesperrtRadikalisierte Lehrer der Gewerkschaft CNTE blockieren seit Tagen Hauptstraßen in und um Mexiko-Stadt. Zudem haben sie im historischen Zentrum der Hauptstadt ein Zeltlager errichtet. Nachdem sie die riesigen Figuren von Fußballspielern beschädigt hatten, zogen sie vor den Sitz des Bildungsministeriums und zerschlugen dort unter anderem Fenster.Ein Versuch der Lehrer, bis zum zentralen Zócalo-Platz vorzudringen, wurde von der Polizei in dieser Woche zunächst verhindert. Auf dem Platz soll das FIFA-Fan-Fest stattfinden. Dort - und nicht im Stadion - will sich auch Präsidentin Sheinbaum das WM-Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika auf einer Großbildleinwand ansehen. Die Umgebung des Zócalo ist derzeit durch meterhohe Metallzäune abgesperrt.© dpa-infocom, dpa:260604-930-174650/1
Proteste in Mexiko-Stadt eskalieren vor WM-Start
Mexiko-Stadt (dpa) - Eine Woche vor der Eröffnungsfeier der Fußball-Weltmeisterschaft am 11. Juni im legendären Aztekenstadion in Mexiko-Stadt erlebt die mexikanische Hauptstadt eine Welle von Protesten. „Wenn es keine Lösung gibt, wird der Ball nicht rollen“, warnen streikende Lehrer, die bereits Fußballer-Skulpturen an der Prachtstraße Paseo de la Reforma umgestürzt haben und Straßen blockieren.Plattform XDie SZ-Redaktion hat diesen Artikel mit einem Inhalt von Plattform X angereichertUm Ihre Daten zu schützen, wurde er nicht ohne Ihre Zustimmung geladen.Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Plattform X angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an den Betreiber des Portals zur Nutzungsanalyse übermittelt. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie unter sz.de/datenschutz.Auch Angehörige von rund 130.000 in Mexiko vermissten Menschen, darunter der 43 seit 2014 vermissten Studenten des Lehrerseminars von Ayotzinapa sowie Bauern und Kraftfahrer planen Proteste und Straßenblockaden. Sie wollen die durch die WM geschaffene internationale Aufmerksamkeit nutzen, um ihren Forderungen Gehör zu verschaffen.Im Mitgastgeberland Mexiko werden insgesamt 13 der 104 Spiele der gemeinsam mit den USA und Kanada organisierten WM ausgetragen. Rund um den Stadien in Mexiko-Stadt, Monterrey und Guadalajara sind Demonstrationen geplant.Gewaltausbruch der Kartelle versus soziale ProtesteBereits im Februar ließen gewalttätige Auseinandersetzungen nach der Festnahme und Tötung des Anführers eines Drogenkartells Bedenken über die Sicherheit während der WM in Mexiko aufkommen. Rund 70 Menschen kamen damals ums Leben. Nun bereiten die sozialen Proteste der Regierung Kopfzerbrechen. „Es gibt viel Provokationen“, sagte Präsidentin Claudia Sheinbaum auf einer Pressekonferenz. „Sie provozieren und wollen, dass wir handeln und die Proteste niederschlagen“.Zócalo-Platz ist für das FIFA-Fest abgesperrtRadikalisierte Lehrer der Gewerkschaft CNTE blockieren seit Tagen Hauptstraßen in und um Mexiko-Stadt. Zudem haben sie im historischen Zentrum der Hauptstadt ein Zeltlager errichtet. Nachdem sie die riesigen Figuren von Fußballspielern beschädigt hatten, zogen sie vor den Sitz des Bildungsministeriums und zerschlugen dort unter anderem Fenster.Ein Versuch der Lehrer, bis zum zentralen Zócalo-Platz vorzudringen, wurde von der Polizei in dieser Woche zunächst verhindert. Auf dem Platz soll das FIFA-Fan-Fest stattfinden. Dort - und nicht im Stadion - will sich auch Präsidentin Sheinbaum das WM-Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika auf einer Großbildleinwand ansehen. Die Umgebung des Zócalo ist derzeit durch meterhohe Metallzäune abgesperrt.© dpa-infocom, dpa:260604-930-174650/1











