Zehn Tage vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft ist die Polizei in Mexiko mit Tränengas gegen Demonstranten vorgegangen. Der gewaltsame Einsatz erfolgte laut Berichten von AFP-Korrespondenten am Montag bei Protesten von Lehrern, die in der Hauptstadt Mexiko-Stadt eine bessere Bezahlung forderten. Die Protestierenden schossen daraufhin Feuerwerkskörper auf die Einsatzkräfte ab.
Mit dem Tränengas-Einsatz sollte offenbar verhindert werden, dass die Demonstranten zum zentralen Zócalo-Platz vordringen, wo während der WM ein großes Fanfest geplant ist. Die Fanzone mit riesiger Leinwand liegt in unmittelbarer Nähe zum Regierungspalast, sie wird bereits seit Tagen aufgebaut.Bei der Demonstration am Montag durchbrachen einige Lehrer die Metall-Absperrung um den Platz. Daraufhin setzte die Polizei Tränengas ein. Der mexikanischen Tageszeitung »El Universal« zufolge seien bei der Demo mindestens drei Personen verletzt worden.
»Diese Veranstaltung muss abgesagt werden«, forderte der Gewerkschaftsvertreter Filiberto Frausto mit Blick auf das Fanfest. »Unser Anliegen sollte viel wichtiger sein als ein bisschen Ablenkung und Spaß.«Ein Teil der Lehrergewerkschaft CNTE hatte den Marsch organisiert und auch bereits damit gedroht, während der WM »Millionen« von Lehrern und Lehrerinnen zu mobilisieren und in die Hauptstadt zu bringen, falls die Regierung ihre Forderungen nach Gehaltserhöhungen und neuen Verhandlungen über das Rentensystem nicht erfüllt.










