Protestierende Lehrer und die Angehörigen von Vermissten haben zum Auftakt der Fußball-Weltmeisterschaft in verschiedenen Regionen Mexikos für ihre Anliegen demonstriert. Direkt vor Tor 8 des Aztekenstadions kam es während der Eröffnungsfeier sogar zu Zusammenstößen zwischen teilweise vermummten jungen Demonstranten und der Polizei. In Mexiko-Stadt gingen radikale Mitglieder der Lehrergewerkschaft CNTE für die Rücknahme einer umstrittenen Rentenreform auf die Straße.Angehörige von Vermissten forderten bei einem friedlichen Protestmarsch schnellere Ermittlungen und Gerechtigkeit für ihre Familienmitglieder. In Mexiko gelten rund 130.000 Menschen als vermisst, viele von ihnen dürften Opfer der organisierten Kriminalität geworden sein.Im Bundesstaat Chiapas im Süden des Landes strandeten Dutzende Passagiere, weil protestierende Lehrer Teile des internationalen Flughafens nahe der Provinzhauptstadt Tuxtla Gutiérrez besetzten, wie der Fernsehsender Milenio TV berichtete. Im Bundesstaat Oaxaca übernahmen CNTE-Mitglieder die Kontrolle über Mautstationen und ein Logistikzentrum des staatlichen Erdölkonzerns Pemex.Im Bundesstaat Guerrero demonstrierten die protestierenden Lehrer auf verschiedenen Landstraßen der Region und kündigten die Blockade von Banken in der Hauptstadt Chilpancingo an. In Tijuana im Norden des Landes blockierten Demonstranten die Zufahrt zum Grenzübergang Otay in die USA. (dpa)Ko-Gastgeber Mexiko hat einen perfekten Start in die Fußball-Weltmeisterschaft hingelegt. Die Mexikaner gewannen im legendären Aztekenstadion in einer Neuauflage des Eröffnungsspiels von 2010 gegen Südafrika 2:0 (1:0). Julian Quinones erzielte bereits in der neunten Minute das erste Tor des Turniers.Nach der Pause sah der Südafrikaner Yaya Sithole vor 80.824 Zuschauern in der ausverkauften Arena zunächst die erste Rote Karte der WM (50.), dann erhöhte Raul Jimenez für Mexiko auf 2:0 (67.). Am Ende standen die Südafrikaner nur noch mit neun Akteuren auf dem Feld, weil Themba Zwane sechs Minuten vor dem Ende wegen einer Tätlichkeit ebenfalls mit Rot den Platz verlassen musste. In der Nachspielzeit sah auch noch Mexikos Cesar Montes wegen einer Notbremse die Rote Karte. (dpa)Die größte WM der Fußball-Geschichte hat bunt, laut und mit leichter Verspätung begonnen. Mexiko führte am Donnerstag um 13.06 Ortszeit im legendären Aztekenstadion den Anstoß aus. Zuvor hatte eine musikalisch-poppige Eröffnungsfeier die 80.000 Fans in Mexiko-Stadt begeistert, Top-Act war der kolumbianische Superstar Shakira.Die WM wird ein Turnier der Superlative. Nie zuvor gab es 48 Teilnehmer, 104 Spiele, drei Gastgeber. Die USA (am Samstag gegen Paraguay) und Kanada (am Freitag gegen Bosnien-Hercegovina) steigen später als Mexiko ein - sie bekommen jeweils noch ihre eigene Show zur Eröffnung. Abseits des Sports beherrschen Sicherheitsbedenken (vor allem in Mexiko) und die Einmischung der US-Politik die Diskussionen. Die USA befinden sich im Krieg mit dem Iran, der erstmals am Dienstag spielen wird. Zudem gab es mehrfach Probleme mit Einreise-Restriktionen.Das erste Spiel der deutschen Nationalmannschaft ist am Sonntag in Houston das Duell mit Curacao. (sid)Los geht's: Im Aztekenstadion rollt der Ball zwischen Ko-Gastgeber Mexiko und Südafrika. Die Fußball-WM 2026 ist damit offiziell eröffnet. Nie zuvor gab es 48 Teilnehmer, 104 Spiele, drei Gastgeber. Die USA (am Samstag gegen Paraguay) und Kanada (am Freitag gegen Bosnien-Hercegovina) steigen später als Mexiko ein - sie bekommen jeweils noch ihre eigene Show zur Eröffnung. Shakira, Beats und ganz viel Party: Mexiko-Stadt hat mit einer halbstündigen Stimmungsshow die Sorgen um den Auftakt der Fußball-WM vorerst beiseite gedrängt und im legendären Aztekenstadion das XXL-Turnier in drei Ländern eröffnet. Traditionelle Kleidung, moderne Pop-Rhythmen und viel Gold prägten die Zeremonie im Fußball-Tempel in über 2.200 Metern Höhe, in dem nach 1970 und 1986 zum dritten Mal eine WM begann. Nicht mal zehn Minuten nach dem bunten Rasenfeuerwerk betraten die Gastgeber den Platz zum Aufwärmen für den Auftakt gegen Südafrika - 2010 bei der WM trafen die beiden Teams auch im ersten Spiel aufeinander. Schon bei der Ankunft mit dem Bus wurde die Mannschaft frenetisch gefeiert. Die Hoffnungen auf eine abermals gute Heim-WM sind riesig. Beide Mal vorher erreichte „El Tri“, wie die Auswahl genannt wird, das Viertelfinale. (dpa)Vor der Eröffnung der Fußball-Weltmeisterschaft ist es in Mexiko-Stadt zu chaotischen Szenen gekommen. Vor dem Anstoß der Auftaktpartie zwischen dem Ko-Gastgeber und Südafrika am Donnerstag (21.00 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) versuchten Tausende Fans, sich in die offizielle Fanzone auf dem Zócalo zu drängen. Dies berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP.„Hört auf zu drängeln und zu schubsen, hier sind Kinder, ihr benehmt euch wie Tiere“, rief ein Stadtbeamter über ein Megafon in die Menge. Der Zugang zum Fanfest auf dem berühmten Marktplatz wurde durch Metallbarrieren behindert, die in den vergangenen Tagen wegen der Lehrerproteste aufgestellt worden waren.Die XXL-WM mit erstmals 48 teilnehmenden Mannschaften findet bis zum Finale am 19. Juli zudem in den USA und Kanada statt. (sid)DOSB-Vorstandschef Otto Fricke erwartet, dass Deutschland es bei der Fußball-Weltmeisterschaft mindestens unter die besten Acht schafft. „Ich glaube, wir schaffen das Viertelfinale. Danach wird das viel Glück sein und davor werden wir so ein bisschen vorsichtig mal wieder sein, ob wir wirklich das können, was wir können“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Olympischen Sportbunds der Deutschen Presse-Agentur am Rande eines Besuchs von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im militärischen Nato-Kommando im niederländischen Brunssum.Für das Spiel Deutschland gegen Curaçao am Sonntag sieht Fricke „ein 2:1 mit ein bisschen Quälen“ voraus. Er werde das Spiel mit Freunden gucken. Alleine zu schauen finde er langweilig. „Ich bin Rudel-Gucker, mit ein paar Freunden am besten, mit denen man auch mal frotzeln kann, aber am Ende sich dann doch freuen kann und Spaß am Spiel haben kann. Das ist ja das, was Sport ausmacht. Es schafft Gemeinschaft.“Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sagte, er wünsche sich für das Spiel gegen Curaçao ein 3:1. (dpa)Der von den USA abgewiesene WM-Schiedsrichter Omar Artan darf das Duell zwischen Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain und Europa-League-Gewinner Aston Villa um den europäischen Supercup leiten. Wie die Europäische Fußball-Union mitteilte, habe sich die UEFA im Zuge der Zusammenarbeit mit dem afrikanischen Verband CAF darauf verständigt, den Referee aus Somalia für das Duell am 12. August in Salzburg zu nominieren.Artan, der als erster Schiedsrichter Somalias bei einer Weltmeisterschaft Spiele leiten sollte, war die Einreise in den USA verweigert worden. Als Grund nannten die Behörden Sicherheitsbedenken wegen angeblicher Verbindungen zu einer Terrororganisation.Der 34 Jahre alte Artan war 2025 als Afrikas bester männlicher Schiedsrichter ausgezeichnet worden. Der afrikanische Fußballverband hatte ihn als einen von sieben afrikanischen Unparteiischen für die diesjährige Weltmeisterschaft ausgewählt.„Omar Artan ist ein hervorragender, junger, aber bereits erfahrener Schiedsrichter, der sich auf höchster Wettbewerbsebene beim afrikanischen Verband bewährt hat“, lobte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin: „Fußball verbindet Menschen, und die UEFA möchte Omar sowie seine herausragenden schiedsrichterlichen Fähigkeiten, die ihm diese prestigeträchtige Nominierung eingebracht haben, würdigen.“ (dpa)Der international eher unerfahrene Schiedsrichter Jalal Jayed aus Marokko leitet den WM-Auftakt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Sonntag (19.00 MESZ/ARD und MagentaTV) in Houston gegen Endrunden-Neuling Curacao. Das gab der Weltverband FIFA bekannt.Unterstützt wird der 39 Jahre alte Jayed von seinen Landsleuten Zakaria Brinsi und Mostafa Akarkad an den Seitenlinien. Als Vierter Offizieller ist der Südafrikaner Abongile Tom im Einsatz. Die Video-Assistenten gab der Weltverband nicht bekannt.Jayed steht seit 2019 auf der Schiedsrichter-Liste der FIFA. In seiner Vita stehen insgesamt vier Einsätze beim Afrika-Cup, darunter das Spiel um Platz drei beim Turnier im vergangenen Jahr. Dazu pfiff er vier Spiele bei der U-20-WM 2025. (sid)Wer gewinnt das WM-Eröffnungsspiel heute Abend?·Die strengen Visa-Bestimmungen in den USA haben nun offenbar auch den deutschen WM-Gruppengegner Elfenbeinküste getroffen. Nach Angaben der Fanvereinigung des afrikanischen Landes hat es keine Einreiseerlaubnis gegeben, die „Elefanten“ müssen beim Fußballturnier wohl ohne Unterstützung aus der Heimat auskommen.„Die Fans haben die Reise abgesagt, weil die US-Regierung keine Anhänger aus bestimmten Ländern, darunter die Elfenbeinküste, auf ihrem Boden sehen will“, sagte Julien Kouadio Adonis, Präsident des National Committee of Elephants Supporters (CNSE), der Nachrichtenagentur AFP. „Die USA haben uns gegenüber klar zum Ausdruck gebracht, dass sie unsere Fans nicht dort haben wollen.“Im März hatte Kouadio noch gehofft, dass 500 Fans aus Afrika anreisen würden. Aber nun habe nur eine Handvoll CNSE-Funktionäre die Genehmigung erhalten, um sich bei der WM „um die in den USA ansässigen ivorischen Fans zu kümmern“.Es ist das nächste Kapitel beim Dauerthema Einreise. So hatte der somalische Schiedsrichter Omar Artan zwar ein Visum, durfte nach seiner Einreise aber dennoch nicht in den USA bleiben. Die Teams aus dem Iran und Südafrika mussten lange auf ihre Visa warten, der Schweizer Breel Embolo erhielt seines verspätet. Auch schottische Fans klagten zuletzt über Probleme bei der Anreise.Die Elfenbeinküste bestreitet zwei ihrer drei Gruppenspiele in Philadelphia. Am Montag geht es dort gegen Ecuador und am 25. Juni gegen Curacao. Das Duell mit der deutschen Mannschaft am 20. Juni findet in Toronto statt. (sid)Eines der berühmten gelben Taxis an den „Thierry Henry Way“ bestellen? Einen Kaffee am „Pelé Way“ trinken? In New York ist das nun möglich. Kurz vor dem Auftakt der Fußball-Weltmeisterschaft hat die Stadt zwei Fußball-Ikonen geehrt und vorübergehend Straßen nach ihnen benannt. Henry wurde an der West 50th Street gewürdigt, in Queens erhielt die Kreuzung Shea Road/Meridian Road Pelés Namen.„Als Franzose, der London sein Zuhause nennt, bleibt New York meine Lieblingsstadt der Welt. Eine Straße nach mir benannt zu bekommen, ist eine Ehre, von der ich nur träumen konnte“, schrieb Henry, der bei der Enthüllung per Video zugeschaltet war, bei Instagram.Der 48-Jährige hatte während seiner Zeit bei den New York Red Bulls (bis 2014) maßgeblich zur Popularität des Fußballs in den USA beigetragen. Zuvor hatte der frühere Stürmerstar unter anderem mit Frankreich die Weltmeisterschaft 1998 gewonnen und stand bei Topklubs wie dem FC Arsenal und dem FC Barcelona unter Vertrag.Auch Pelé spielte einst in der Weltmetropole Fußball. Von 1975 bis zu seinem Karriereende 1977 war der Brasilianer bei den New York Cosmos unter Vertrag und dort Teamkollege unter anderem von Franz Beckenbauer. Pelé, Weltmeister von 1958, 1962 und 1970, war Ende 2022 verstorben.Die temporären Ehrungen sollen bis zum 1. November bestehen bleiben und sind Teil der städtischen Begleitmaßnahmen rund um die WM. Das Turnier endet am 19. Juli im MetLife Stadium, das für das Turnier ins „New York New Jersey Stadium“ umbenannt wurde. (sid) @thierryhenry on Instagram: "As a Frenchman who calls London my home, NEW YORK remains my favourite city in the world. To have a street named after me is an HONOUR i could only have dreamed of. This city holds such a special place in my heart - my son Tristan was born here, so NEW YORK is forever a part of our family’s story. Unfortunately, I couldn’t be there today as I’m working, but I was with you all in spirit. Thank you for this incredible honour. A special thank you to my Red Bull teammates for representing me and to Mayor Mamdani and Virginia Maloney for your kindness and recognition. I’ll be back soon for a SELFIE 🤗❤️"253K likes, 1,728 comments - thierryhenry on June 10, 2026: "As a Frenchman who calls London my home, NEW YORK remains my favourite city in the world. To have a street named after me is an HONOUR i could only have dreamed of. This city holds such a special place in my heart - my son Tristan was born here, so NEW YORK is forever a part of our family’s story. Unfortunately, I couldn’t be there today as I’m working, but I was with you all in spirit. Thank you for this incredible honour. A special thank you to my Red Bull teammates for representing me and to Mayor Mamdani and Virginia Maloney for your kindness and recognition. I’ll be back soon for a SELFIE 🤗❤️".instagram.comExterner InhaltBeim Anzeigen externer Inhalte werden Daten an Dritte übertragen.Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Liveblog zur Fußball-WM 2026: Ausschreitungen vor dem Aztekenstadion | FAZ
Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Polizei +++ Mautstationen und Flughafen blockiert +++ Chaos beim Fanfest in Mexiko-Stadt +++ Mexiko jubelt über Sieg +++ alle Fußball-WM-2026-News im Liveblog.














