Vor der Eröffnung der Fußball-Weltmeisterschaft ist es in Mexiko-Stadt zu chaotischen Szenen gekommen. Vor dem Anstoß der Auftaktpartie zwischen dem Ko-Gastgeber und Südafrika am Donnerstag (21.00 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) versuchten Tausende Fans, sich in die offizielle Fanzone auf dem Zócalo zu drängen. Dies berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP.„Hört auf zu drängeln und zu schubsen, hier sind Kinder, ihr benehmt euch wie Tiere“, rief ein Stadtbeamter über ein Megafon in die Menge. Der Zugang zum Fanfest auf dem berühmten Marktplatz wurde durch Metallbarrieren behindert, die in den vergangenen Tagen wegen der Lehrerproteste aufgestellt worden waren.Die XXL-WM mit erstmals 48 teilnehmenden Mannschaften findet bis zum Finale am 19. Juli zudem in den USA und Kanada statt. (sid)Das bringt der heutige WM-Tag: alles Wichtige im Überblick.DOSB-Vorstandschef Otto Fricke erwartet, dass Deutschland es bei der Fußball-Weltmeisterschaft mindestens unter die besten Acht schafft. „Ich glaube, wir schaffen das Viertelfinale. Danach wird das viel Glück sein und davor werden wir so ein bisschen vorsichtig mal wieder sein, ob wir wirklich das können, was wir können“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Olympischen Sportbunds der Deutschen Presse-Agentur am Rande eines Besuchs von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im militärischen Nato-Kommando im niederländischen Brunssum.Für das Spiel Deutschland gegen Curaçao am Sonntag sieht Fricke „ein 2:1 mit ein bisschen Quälen“ voraus. Er werde das Spiel mit Freunden gucken. Alleine zu schauen finde er langweilig. „Ich bin Rudel-Gucker, mit ein paar Freunden am besten, mit denen man auch mal frotzeln kann, aber am Ende sich dann doch freuen kann und Spaß am Spiel haben kann. Das ist ja das, was Sport ausmacht. Es schafft Gemeinschaft.“Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sagte, er wünsche sich für das Spiel gegen Curaçao ein 3:1. (dpa)Der von den USA abgewiesene WM-Schiedsrichter Omar Artan darf das Duell zwischen Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain und Europa-League-Gewinner Aston Villa um den europäischen Supercup leiten. Wie die Europäische Fußball-Union mitteilte, habe sich die UEFA im Zuge der Zusammenarbeit mit dem afrikanischen Verband CAF darauf verständigt, den Referee aus Somalia für das Duell am 12. August in Salzburg zu nominieren.Artan, der als erster Schiedsrichter Somalias bei einer Weltmeisterschaft Spiele leiten sollte, war die Einreise in den USA verweigert worden. Als Grund nannten die Behörden Sicherheitsbedenken wegen angeblicher Verbindungen zu einer Terrororganisation.Der 34 Jahre alte Artan war 2025 als Afrikas bester männlicher Schiedsrichter ausgezeichnet worden. Der afrikanische Fußballverband hatte ihn als einen von sieben afrikanischen Unparteiischen für die diesjährige Weltmeisterschaft ausgewählt.„Omar Artan ist ein hervorragender, junger, aber bereits erfahrener Schiedsrichter, der sich auf höchster Wettbewerbsebene beim afrikanischen Verband bewährt hat“, lobte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin: „Fußball verbindet Menschen, und die UEFA möchte Omar sowie seine herausragenden schiedsrichterlichen Fähigkeiten, die ihm diese prestigeträchtige Nominierung eingebracht haben, würdigen.“ (dpa)Der international eher unerfahrene Schiedsrichter Jalal Jayed aus Marokko leitet den WM-Auftakt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Sonntag (19.00 MESZ/ARD und MagentaTV) in Houston gegen Endrunden-Neuling Curacao. Das gab der Weltverband FIFA bekannt.Unterstützt wird der 39 Jahre alte Jayed von seinen Landsleuten Zakaria Brinsi und Mostafa Akarkad an den Seitenlinien. Als Vierter Offizieller ist der Südafrikaner Abongile Tom im Einsatz. Die Video-Assistenten gab der Weltverband nicht bekannt.Jayed steht seit 2019 auf der Schiedsrichter-Liste der FIFA. In seiner Vita stehen insgesamt vier Einsätze beim Afrika-Cup, darunter das Spiel um Platz drei beim Turnier im vergangenen Jahr. Dazu pfiff er vier Spiele bei der U-20-WM 2025. (sid)Wer gewinnt das WM-Eröffnungsspiel heute Abend?·Die strengen Visa-Bestimmungen in den USA haben nun offenbar auch den deutschen WM-Gruppengegner Elfenbeinküste getroffen. Nach Angaben der Fanvereinigung des afrikanischen Landes hat es keine Einreiseerlaubnis gegeben, die „Elefanten“ müssen beim Fußballturnier wohl ohne Unterstützung aus der Heimat auskommen.„Die Fans haben die Reise abgesagt, weil die US-Regierung keine Anhänger aus bestimmten Ländern, darunter die Elfenbeinküste, auf ihrem Boden sehen will“, sagte Julien Kouadio Adonis, Präsident des National Committee of Elephants Supporters (CNSE), der Nachrichtenagentur AFP. „Die USA haben uns gegenüber klar zum Ausdruck gebracht, dass sie unsere Fans nicht dort haben wollen.“Im März hatte Kouadio noch gehofft, dass 500 Fans aus Afrika anreisen würden. Aber nun habe nur eine Handvoll CNSE-Funktionäre die Genehmigung erhalten, um sich bei der WM „um die in den USA ansässigen ivorischen Fans zu kümmern“.Es ist das nächste Kapitel beim Dauerthema Einreise. So hatte der somalische Schiedsrichter Omar Artan zwar ein Visum, durfte nach seiner Einreise aber dennoch nicht in den USA bleiben. Die Teams aus dem Iran und Südafrika mussten lange auf ihre Visa warten, der Schweizer Breel Embolo erhielt seines verspätet. Auch schottische Fans klagten zuletzt über Probleme bei der Anreise.Die Elfenbeinküste bestreitet zwei ihrer drei Gruppenspiele in Philadelphia. Am Montag geht es dort gegen Ecuador und am 25. Juni gegen Curacao. Das Duell mit der deutschen Mannschaft am 20. Juni findet in Toronto statt. (sid)Eines der berühmten gelben Taxis an den „Thierry Henry Way“ bestellen? Einen Kaffee am „Pelé Way“ trinken? In New York ist das nun möglich. Kurz vor dem Auftakt der Fußball-Weltmeisterschaft hat die Stadt zwei Fußball-Ikonen geehrt und vorübergehend Straßen nach ihnen benannt. Henry wurde an der West 50th Street gewürdigt, in Queens erhielt die Kreuzung Shea Road/Meridian Road Pelés Namen.„Als Franzose, der London sein Zuhause nennt, bleibt New York meine Lieblingsstadt der Welt. Eine Straße nach mir benannt zu bekommen, ist eine Ehre, von der ich nur träumen konnte“, schrieb Henry, der bei der Enthüllung per Video zugeschaltet war, bei Instagram.Der 48-Jährige hatte während seiner Zeit bei den New York Red Bulls (bis 2014) maßgeblich zur Popularität des Fußballs in den USA beigetragen. Zuvor hatte der frühere Stürmerstar unter anderem mit Frankreich die Weltmeisterschaft 1998 gewonnen und stand bei Topklubs wie dem FC Arsenal und dem FC Barcelona unter Vertrag.Auch Pelé spielte einst in der Weltmetropole Fußball. Von 1975 bis zu seinem Karriereende 1977 war der Brasilianer bei den New York Cosmos unter Vertrag und dort Teamkollege unter anderem von Franz Beckenbauer. Pelé, Weltmeister von 1958, 1962 und 1970, war Ende 2022 verstorben.Die temporären Ehrungen sollen bis zum 1. November bestehen bleiben und sind Teil der städtischen Begleitmaßnahmen rund um die WM. Das Turnier endet am 19. Juli im MetLife Stadium, das für das Turnier ins „New York New Jersey Stadium“ umbenannt wurde. (sid) @thierryhenry on Instagram: "As a Frenchman who calls London my home, NEW YORK remains my favourite city in the world. To have a street named after me is an HONOUR i could only have dreamed of. This city holds such a special place in my heart - my son Tristan was born here, so NEW YORK is forever a part of our family’s story. Unfortunately, I couldn’t be there today as I’m working, but I was with you all in spirit. Thank you for this incredible honour. A special thank you to my Red Bull teammates for representing me and to Mayor Mamdani and Virginia Maloney for your kindness and recognition. I’ll be back soon for a SELFIE 🤗❤️"253K likes, 1,728 comments - thierryhenry on June 10, 2026: "As a Frenchman who calls London my home, NEW YORK remains my favourite city in the world. To have a street named after me is an HONOUR i could only have dreamed of. This city holds such a special place in my heart - my son Tristan was born here, so NEW YORK is forever a part of our family’s story. Unfortunately, I couldn’t be there today as I’m working, but I was with you all in spirit. Thank you for this incredible honour. A special thank you to my Red Bull teammates for representing me and to Mayor Mamdani and Virginia Maloney for your kindness and recognition. I’ll be back soon for a SELFIE 🤗❤️".instagram.comExterner InhaltBeim Anzeigen externer Inhalte werden Daten an Dritte übertragen.Der ehemalige Bundesliga-Trainer Christian Streich hat FIFA-Präsident Gianni Infantino für dessen Umgang mit US-Präsident Donald Trump scharf kritisiert. „Eine solche Inszenierung von wenigen Menschen an der Macht, die sich dann teilweise noch die Behauptung erlauben, sie würden demokratische Werte schützen, ist natürlich eine Unverfrorenheit, die einen sprachlos macht“, sagte Streich, der beim heutigen WM-Eröffnungsspiel als TV-Experte im ZDF zu sehen sein wird, im „kicker“-Interview.Es löse bei ihm „echt Bedenken“ aus, dass Vorgänge, die früher im Hintergrund stattgefunden hätten, inzwischen „vollkommen öffentlich dargestellt“ würden, sagte Streich etwa über die Verleihung eines von der FIFA eigens geschaffenen Friedenspreises an Trump im Dezember vergangenen Jahres. „Andererseits wundert einen inzwischen ja fast nichts mehr.“Bei der von vielen kritisierten Aufstockung der WM auf 48 Teilnehmer sieht der ehemalige Trainer des SC Freiburg nur ein Gegenargument: Es profitierten eben auch kleine Verbände wie Curaçao oder Kap Verde, die sich auf sportlichem Wege qualifiziert haben. Durch die FIFA-Honorare käme „relativ viel Geld in diese kleinen Verbände“, sagte Streich. „Wir können als große Fußballnation, die sich bisher immer für die WM qualifiziert hat, nicht den Anspruch ableiten, nur mit 16 oder 24 spielen zu wollen. Das wäre Herrschaftsdenken der Mächtigen.“Klar ist Streichs Standpunkt beim Thema Ticketpreise. „Was da aktuell bei der WM mit den Tickets passiert, ist pervers: Profitmaximierung um jeden Preis und eben auf Kosten vieler Menschen“, sagte der 61-Jährige. „Das ist so dermaßen elitär, und ich denke nicht, dass die Leute, die das bezahlen können, sagen: super, dass die anderen nicht reinkommen. Wo kommen denn noch verschiedene Gesellschaftsschichten zusammen? Beim Sport oder allenfalls noch in Einrichtungen wie einem Schwimmbad.“Trotz der negativen Begleiterscheinungen will sich Streich die Freude am Fußball nicht nehmen lassen. „Ich habe irgendwann gedacht: Wem gehört eigentlich das Spiel? Allen! Und ich bin einer davon. Soll ich mir das jetzt alles, diese Freude an diesem tollen Spiel, das weiterhin so die Menschen auf der Welt verbindet, vermiesen lassen wegen einiger weniger?“ (dpa)Sportstaatsministerin Christiane Schenderlein hat eine mögliche deutsche Bewerbung um die Ausrichtung der Fußball-WM 2038 oder 2042 ausdrücklich begrüßt. „Grundsätzlich freuen wir uns über diesen Schritt. Wir sind ein Land, welches stark darin ist, große Sportveranstaltungen zu organisieren“, sagte Schenderlein im Frühstart von RTL und ntv: „Deutschland hat das in den letzten Jahren immer wieder auch unter Beweis gestellt. Zum Beispiel bei der EURO 2024“.Eine WM im eigenen Land biete der Politik besondere Gestaltungsmöglichkeiten, eine Show des Weltverbands FIFA werde es nicht werden. „Wenn wir es im eigenen Land machen, kann man eben auch schon darauf Einfluss nehmen auf die Werte, die uns wichtig sind“, sagte Schenderlein. Zu diesen Maßstäben zählte die CDU-Politikerin ausdrücklich „Transparenz“, „Zusammenhalt“, „Respekt“, „Nachhaltigkeit“ sowie „die Wahrung von Menschenrechten“. Diese seien für Deutschland zentrale Kriterien bei internationalen Sportgroßveranstaltungen.Der Deutsche Fußball-Bund prüft intensiv eine Bewerbung, Präsident Bernd Neuendorf hat die Überlegungen zuletzt bereits dem Präsidium der Deutschen Fußball Liga vorgestellt. Noch ist nicht ganz klar, ob 2038 oder erst 2042 in Frage kommt. Gemäß der zurückliegen FIFA-Vorgehensweise bei der Vergabe könnte sich Deutschland aber wohl erst für die Ausrichtung 2042 bewerben. (sid)Trikottausch schon vor dem ersten Anpfiff: Haiti muss noch vor dem WM-Auftakt gegen Schottland am Sonntag sein Trikotdesign ändern. Der Weltverband FIFA verbot kurzfristig die Darstellung einer Kriegsszene auf dem blauen Shirt.Auf dem Trikot war die Illustration der Schlacht von Vertières aus dem Jahr 1803, die Haitis Unabhängigkeit sicherte, zu sehen. Das Dress hatte das Team schon in zwei Vorbereitungsspielen in Florida getragen, ehe die FIFA einschritt.Der kolumbianische Hersteller Saeta teilte nun mit, dass er das Trikot überarbeitet habe, um den Bestimmungen zu entsprechen. Doch auch das ursprüngliche Shirt sei „nicht als politisches Statement“ gedacht gewesen, sondern nur „als Hommage an die Männer und Frauen, die jeden Tag für Haitis Zukunft kämpfen“, so das Unternehmen.Haiti startet am Sonntag (3.00 Uhr MESZ) in Boston gegen Schottland in seine erste Weltmeisterschaft seit 52 Jahren. Der Außenseiter aus der Karibik trifft in der Gruppe C zudem auf den fünffachen Weltmeister Brasilien und auf Afrikameister Marokko.„Wir wissen, dass die Menschen vielleicht ein schlechtes Bild von unserem Land haben, dass es viele Probleme hat, aber das wird dem Land, den Menschen, meiner Familie so viel Gutes tun“, sagte Mittelfeldspieler Jean-Ricner Bellegarde vor dem Start bei AFP. Im 26-köpfigen Kader Haitis steht auch Torhüter Josué Duverger vom Oberligisten FC Cosmos Koblenz. (sid)Mehr ladenTickarooLive Blog Software