PfadnavigationHomeSportFußballWMEröffnungsspielEine unheimliche Serie ist Mexikos nationales TraumaVon Matthias MarburgStand: 14:36 UhrLesedauer: 2 MinutenVor dem Start der Fußball-WM ist die Lage in Mexiko angespannt. Es regnet in Strömen, Mexiko-Stadt versinkt im Verkehrschaos, und es wurden Proteste angekündigt. „Deswegen hat die mexikanische Regierung kurzerhand den Donnerstag zum Feiertag erklärt“, berichtet WELT-Reporter Steffen Schwarzkopf.Donnerstag eröffnet Mexiko die Fußball-WM gegen Südafrika. Die Euphorie ist groß, die Sorge aber fast noch größer. Kann die Mannschaft endlich den berüchtigten Fluch des „quinto partido“ brechen?Sportwetter sollten sich vor dieser Weltmeisterschaft das Team der Gastgeber mal genauer ansehen. Denn das Ausscheiden von „El Tri“ (die Dreifarbigen) im Achtelfinale ist eine sichere Bank. So sicher, dass es sich fast schon zu einem nationalen Trauma entwickelt hat: der Fluch des fünften Spiels, das niemals erreicht wird. Auf Spanisch: la maldición del quinto partido. In diesem Jahr wäre es wegen der aufgeblähten WM das Spiel sechs, das erreicht werden müsste, um nicht wieder in der Runde der letzten 16 zu scheitern. Der mexikanische Formel-1-Fahrer Sergio Pérez (Cadillac) bringt es auf den Punkt: „Ich hoffe, dass die WM 2026 unsere beste jemals wird. Aber ganz wichtig wird es, endlich mal das Viertelfinale zu erreichen.“ Die Serie ist wirklich unheimlich: Siebenmal in Folge flogen die Mexikaner zwischen 1994 und 2018 im Achtelfinale raus, verpassten so jeweils das fünfte Spiel. Die Niederlagen waren teilweise dramatisch. 1994 raus gegen Bulgarien nach Elfmeterschießen, vier Jahre später das 1:2 nach Führung gegen Deutschland. 2002 folgte die 0:2-Pleite gegen den großen Rivalen USA. Bei der WM in Deutschland sorgte ein Traumtor von Argentiniens Maxi Rodríguez in der Verlängerung für das Aus. 2010 war erneut Argentinien Endstation (1:3), wobei Carlos Tévez Argentiniens Führung aus klarer Abseitsposition erzielt hatte. Die Hoffnung ist der Heim-VorteilDas Aus 2014 hallt bis heute nach. In der Nachspielzeit ließ sich Hollands Arjen Robben nach leichtem Kontakt mit Rafael Márquez im Strafraum fallen, Elfmeter, Tor, Mexiko raus. Der Spruch „No era penal“ („Es war kein Elfmeter“) ist noch heute in Mexiko weit verbreitet, wird auch in fußballfremdem Kontext verwendet – vor allem auf Internet-Memes. 2018 scheiterte Mexiko dann an Brasilien.In Katar vor vier Jahren war schon in der Vorrunde Schluss. Immerhin mal nicht im Achtelfinale …Lesen Sie auchDie große Hoffnung der mexikanischen Fans: Die beiden einzigen Viertelfinal-Einzüge ihrer Mannschaft fanden auf heimischem Boden statt (1970, 1986).
WM 2006, Eröffnungsspiel: Mexikos nationales Trauma - WELT
Donnerstag eröffnet Mexiko die Fußball-WM gegen Südafrika. Die Euphorie ist groß, die Sorge aber fast noch größer. Kann die Mannschaft endlich den berüchtigten Fluch des „quinto partido“ brechen?














