Privilegiert fühlt sich an diesem Montagmorgen niemand. Nicht der Informatikstudent, der knapp 800 Euro Bafög bekommt und seine Quantencomputer-Vorlesung geschwänzt hat. Nicht die Studentin, die 24 Stunden die Woche in der Pflege arbeitet, um ihr Studium zu finanzieren. Und auch nicht die rund 50 anderen jungen Menschen, die mit »Union gib Bafög« oder »Kürz mich am Arsch«-Schildern vor der CDU-Zentrale in Trillerpfeifen blasen und auf eine Bafög-Reform hoffen, die es in dieser Legislatur wahrscheinlich so nicht mehr geben wird. Trotzdem ist es genau dieses Wort, das sie hierhergebracht hat: Privileg.
Studium: »Wenn das privilegiert ist, gebe ich die Privilegien gerne ab«
WG-Zimmer für 700 Euro, steigende Preise und jetzt doch keine Bafög-Erhöhung. Trotzdem nennt Dorothee Bär das Studium ein Privileg. Was sagen die Studierenden selbst?













