Bafög-Reform: Die Regierung riskiert sozialen Unfrieden
Die Bundesregierung verkennt die reale Lage von Studierenden. Oder will sie verkennen – und fördert damit die weitere Spaltung der Gesellschaft.
Viele Studierende könnten ohne Bafög ihr Studium nicht finanzieren
Christoph Hardt/imago
D er gesellschaftliche Zusammenhalt ist ein schüchternes Pflänzchen, zumal in diesen Tagen. Überall Krieg und Krisen, und die machen nicht mehr nur schlechte Laune in der Insta-Timeline oder bei der „Tagesschau“ um 20 Uhr, sie stören auch ganz real im Alltag: Der Irankrieg macht das Tanken teurer. Bei den Landtagswahlen im Osten stehen die Rechtspopulisten vor absoluten Mehrheiten. Und dazu sitzt da in Berlin eine Regierung, die sich streitet. Angekündigte Reformen bei Rente, Pflege, Steuern könnten tatkräftig wirken, aber was hängen bleibt, ist der Eindruck von Zumutungen: Seid fleißiger (Lifestyle-Teilzeit), geht weniger zum Arzt (Gesundheitsreform), sterbt am besten früher (Pflegereform), dann kriegen wir für eure Kinder die Rente mit 70 vielleicht gesichert.














