Bafög-Reform: Alles reine PR
Kanzler Merz verspricht eine baldige Bafög-Einigung – und dann passiert erneut nichts. Für Studierende hat das schmerzhafte Konsequenzen.
Für die Erkenntnis, dass sich Investitionen in die Zukunft junger Menschen doppelt und dreifach bezahlt machen, fehlt ihr die Weitsicht
Andreas Arnold/dpa
D iese Woche will die Bundesregierung beweisen, dass sie Reformen kann. Am Mittwoch stecken die Parteispitzen von CDU, CSU und SPD ihre Köpfe zusammen, um die ganz großen Pakete zu schnüren: Steuern, Bürokratie, Arbeitsmarkt. Kurz durften die Studierenden hoffen, dass Schwarz-Rot auch sie für wichtig hält – aber Fehlanzeige. Vergangene Woche hatte Kanzler Friedrich Merz im Bundestag getönt, „in den nächsten Tagen“ werde sich das Kabinett beim Bafög einigen. Nun ist plötzlich von Ende Juli die Rede. Die Botschaft ist eindeutig: Erst kommen die richtigen Probleme im Land, dann Schnickschnack wie Chancengleichheit. Oder anders formuliert: Wirtschaft first, Bildung second.






