Netanjahu bestätigt FeuerpauseDer israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat eine Feuerpause nach der jüngsten Konfrontation mit Iran bestätigt. Nach israelischen Angriffen in Iran habe Teheran das Feuer eingestellt, sagte Netanjahu in einer Video-Botschaft. Sollte Iran einen Fehler begehen und Israel erneut angreifen, werde man in aller Härte reagieren, kündigte Netanjahu an. „Israel hat das volle Recht zur Selbstverteidigung und wir setzen es, wenn nötig, um.“ Iran und die libanesische Hizbullah-Miliz seien deutlich geschwächt, doch Israels Konflikt mit ihnen sei noch nicht beendet, erklärte Netanjahu. Beide hätten in den letzten 24 Stunden versucht, Israel eine „neue Gleichung“ aufzuzwingen. „Sie dachten, sie könnten von libanesischem und iranischem Gebiet auf Israel schießen und dass wir nicht reagieren.“ Dies sei inakzeptabel und werde nicht passieren, betonte er. US-Hubschrauber in der Nähe der Straße von Hormus abgestürztEin Apache-Kampfhubschrauber der US-Armee ist einem Bericht der „New York Times“ zufolge am Montag unter bisher noch ungeklärten Umständen nahe der Straße von Hormus abgestürzt. Die Piloten seien in Sicherheit, teilte US-Präsident Donald Trump am Dienstag mit. „Den Piloten geht es gut“, sagte er gegenüber Reportern in New York. Die US-Regierung werde im Laufe des Tages einen Bericht zu dem Vorfall vorlegen, kündigte er an. Weitere Details nannte Trump nicht. Trump sieht Verhandlungen mit Iran in „den letzten Zügen“US-Präsident Donald Trump hat den Abschluss einer Vereinbarung zur Beendigung des Irankriegs in den kommenden Tagen in Aussicht gestellt. „Wir befinden uns in den letzten Zügen dessen, was ein sehr, sehr gutes Abkommen sein wird“, sagte Trump am Dienstag. Ein halte den Abschluss der Verhandlungen in den kommenden „zwei oder drei Tage“ für möglich.Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen den Irankrieg begonnen. Teheran reagierte darauf mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region. Seit dem 8. April gilt eine brüchige Waffenruhe. In der Nacht zum Montag hatten Israel und Iran erstmals seit Beginn der Feuerpause wieder Angriffe aufeinander gestartet. Im Verlauf des Tages verkündeten dann beide Länder, dass die Kampfaktionen vorerst wieder eingestellt worden seien.Die Gespräche über ein dauerhaftes Ende des Krieges waren zuletzt ins Stocken geraten. Trump hatte bereits mehrfach eine nahe Einigung in den Gesprächen mit Iran angedeutet, bislang blieben die über Vermittler geführten Gespräche aber ohne Ergebnis. Nach Frankreich wird nun auch in Italien gegen den israelischen Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir wegen des Verdachts der Folter und Freiheitsberaubung ermittelt. Hintergrund ist der Umgang mit Aktivisten einer Gaza-Hilfsflotte im vergangenen Monat, unter denen sich auch italienische Staatsbürger befanden. Ben-Gvir teilte in einer Stellungnahme mit, er werde sich den Ermittlungen nicht entziehen und weiter an der Seite der israelischen Einsatzkräfte stehen. Die italienische Regierung unter Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bezeichnete das Vorgehen gegen die Aktivisten als „inakzeptabel“. Trump warnt Netanjahu vor Krieg gegen Iran im Alleingang US-Präsident Donald Trump warnt den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu vor einem erneuten Krieg gegen den Iran. Sollte es zu einem neuen Konflikt kommen, könnte Israel auf sich allein gestellt sein, sagt Trump in einem Interview des US-Nachrichtenportals Axios. „Bibi, du solltest besser vorsichtig sein, oder du wirst sehr bald auf dich allein gestellt sein “Trump laut dem Portal „Axios“Iran: Neuer Sicherheitsgürtel von Hormus bis zum Roten Meer Die iranischen Al-Quds-Brigaden haben die Errichtung eines neuen Sicherheitsgürtels angekündigt. Dieser „Gürtel des Widerstands“ soll sich von der Straße von Hormus bis zur Meerenge Bab al-Mandab vor der Küste des Jemen sowie vom Golf bis zum Roten Meer erstrecken, sagte der Kommandeur Esmail Kaani nach Angaben von staatlichen Medien. Unter dem Begriff „Widerstand“ oder „Achse des Widerstands“ fasst die Führung in Teheran ihre Verbündeten in der Region zusammen, zu denen unter anderem die Huthi-Rebellen im Jemen gehören. Libanons Präsident will mit Israel über Nichtangriffspakt sprechenDer libanesische Präsident Joseph Aoun richtet einen seltenen Appell an Israel und bietet Verhandlungen über ein Ende des Krieges an. Eine militärische Lösung werde den Menschen im Norden Israels niemals Sicherheit bringen, sagt Aoun in einem Interview mit dem Sender CNN. Der Libanon sei bereit für Gespräche. Ein Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu schließt Aoun jedoch vor einer Einigung aus. Bei der angestrebten Vereinbarung solle es sich um einen Nichtangriffspakt und nicht um ein vollständiges Friedensabkommen handeln. Bei einem israelischen Angriff auf den Süden Libanons sind nach libanesischen Angaben fünf Menschen getötet worden. Acht weitere seien bei dem Angriff auf Tyros verletzt worden, teilte das libanesische Gesundheitsministerium am Montag mit. Darunter seien vier Sanitäter des Roten Kreuzes. US-Militär greift Tanker im Golf von Oman anIran will die von den USA errichtete Seeblockade nach den Worten seines Chefunterhändlers Mohammad Bagher Ghalibaf durchbrechen. Man werde sie in eine weitere Niederlage für den Feind verwandeln, teilte Ghalibaf auf seinem Telegramkanal mit. „Wir werden weder nur kämpfen noch nur verhandeln; vielmehr werden wir zu unserer eigenen Zeit kämpfen und zu unserer eigenen Zeit verhandeln“, erklärte er. Das Ziel Irans sei ein Ende des Krieges und eine stabile Sicherheit. Man habe kein Vertrauen in die Gegenseite. Zuvor hatte das US-Militär nach eigenen Angaben einen Tanker im Golf von Oman angegriffen, der einen iranischen Hafen ansteuern wollte. Der unbeladene Öltanker habe gegen die US-Blockade von iranischen Häfen verstoßen, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mit. Man habe den Maschinen- und Steuerraum des unter der Flagge Palaus fahrenden Schiffes beschossen, nachdem die Besatzung Anweisungen nicht befolgt habe. Das Schiff sei manövrierunfähig.Das indische Ministerium für Schifffahrt hatte zuvor mitgeteilt, dass ein Öltanker mit 24 indischen Seeleuten an Bord in Brand geraten sei. Es habe Berichte über ein Feuer auf der „MT Marivex“ gegeben. Nach vorliegenden Informationen seien alle indischen Besatzungsmitglieder in Sicherheit.Iranische Behörde hebt Flugverbot aufIran hat nach der jüngsten militärischen Eskalation mit Israel Beschränkungen im Flugverkehr wieder aufgehoben. „Da die notwendigen Sicherheitsvoraussetzungen geschaffen und die erforderlichen Abstimmungen mit den zuständigen Behörden getroffen wurden, sind die Flugbeschränkungen aufgehoben worden“, sagte der Leiter der zivilen Luftfahrtbehörde, Abusar Schirudi, der Nachrichtenagentur Tasnim. „Die Luftfahrtaktivitäten des Landes kehren schrittweise zum regulären Betrieb zurück.“ Iran hatte den kompletten Luftraum am Nachmittag geschlossen. Jemenitische Rakete in Saudi-Arabien abgestürztEine aus dem Jemen abgefeuerte ballistische Rakete ist nach Angaben des saudischen Verteidigungsministeriums in Richtung eines „regionalen Staates“ gestartet worden, jedoch aufgrund eines technischen Defekts vom Kurs abgekommen. Sie sei in einem unbewohnten Gebiet nahe der saudisch-jemenitischen Grenze niedergegangen. Nach Angaben des Ministeriums führten die technischen Probleme zunächst zu ungenauen Einschätzungen über das eigentliche Ziel des Angriffs. Die mit Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen hatte am Morgen erstmals seit Wochen wieder einen Angriff auf Israel für sich beansprucht. Sie habe mehrere Raketen auf Israel gefeuert, teilte Militärsprecher Jahja Sari mit. Irak und Syrien öffnen Luftraum Der Irak hat seinen vorübergehend geschlossenen Luftraum nach den jüngsten Angriffen im Irankrieg früher als erwartet wieder geöffnet. Die aktuelle Lage werde genau beobachtet, teilte die Behörde für zivile Luftfahrt der Staatsagentur INA zufolge mit. Im irakischen Luftraum würde das „höchste Maß an Sicherheit“ gelten. Eigentlich wurde im Irak wegen der jüngsten Angriffe eine Sperrung für 72 Stunden verkündet, die bis Mittwochabend gedauert hätte.Auch Syrien hat seinen Luftraum wieder geöffnet, wie die staatliche Nachrichtenagentur Sana unter Berufung auf die zuständigen Behörden meldete. Der Luftverkehr sowie der operative Betrieb am internationalen Flughafen Damaskus wurden ab dem Nachmittag wieder aufgenommen. Zuvor hieß es, der Luftraum solle noch bis 23 Uhr (21 Uhr MESZ) geschlossen bleiben.Israel droht Hizbullah mit AngriffenIsrael will nach den Worten seines Verteidigungsministers auf jeden Hizbullah-Angriff im Norden des Landes mit einem Gegenangriff auf die Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut reagieren. Diese gelten als Hochburg der mit Iran verbündeten Hizbullah-Miliz. „Für die Dahija (die südlichen Vororte von Beirut) gilt dasselbe wie für die Ortschaften im Norden Israels“, sagte Verteidigungsminister Israel Katz nach Angaben seines Büros. „Die israelische Armee wird ihre Einsätze in Libanon gegen die Terrororganisation Hizbullah fortsetzen“, sagte Katz ferner. „Wir weisen die Drohungen Irans entschieden zurück.“ Jeder iranische Versuch, einen Zusammenhang zwischen Libanon und Iran herzustellen und Israel anzugreifen, werde „mit großer Härte beantwortet werden“. Tim SchellenbachWadephul: Ankündigung Irans kann „wichtiger Schritt“ sein Bundesaußenminister Johann Wadephul hat die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten begrüßt. „Die heutige Erklärung Irans, die Angriffe seien beendet, kann ein wichtiger Schritt sein“, sagte Wadephul in Berlin. „Wir werden jetzt genau beobachten, wie belastbar die Äußerung ist.“ Vor allem erwarte die Bundesregierung, „dass der Iran auch entsprechenden Einfluss auf die Hizbullah nimmt, dass diese Terrororganisation nicht weiter von libanesischem Territorium Israel, insbesondere den Norden Israels, angreifen.“Iran meldet 15 VerletzteBei den jüngsten Angriffen auf Iran sind nach iranischen Angaben bislang 15 Menschen verletzt worden. Eine der verletzten Personen sei derzeit noch im Krankenhaus, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf die Rettungsdienste des Landes. Es gebe bislang keine Toten infolge der Angriffe. 14 der Verletzten stammten demnach aus der für die iranische Petrochemie wichtigen Provinz Chusestan am nördlichen Ende des Persischen Golfes. Einer der Verletzten stamme den Angaben zufolge aus der Hauptstadt Teheran. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
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