Iran beschießt Israel mit Raketen Die israelischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben Raketen identifiziert, die aus Iran auf Israel abgefeuert wurden. Abwehrsysteme seien im Einsatz, um die Bedrohung abzufangen, teilte das israelische Militär mit. Nach Angaben des israelischen TV-Senders N12 heulten die Warnsirenen im Norden des Landes. Unterricht in allen Schulen Israels wurde laut dem Zivilschutz für Montag abgesagt. Das israelische Militär teilt mit, bislang seien alle von Iran abgeschossenen Raketen abgefangen ​worden. Der Beschuss aus Iran sei aber noch nicht beendet. Irans zentrales Militärkommando bestätigte die Raketenangriffe und drohte weitere Angriffe auf Israel an. In einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung begründeten die iranischen Streitkräfte die Attacke mit „wiederholten Verstößen“ der israelischen Armee gegen die Waffenruhe in Libanon. Teheran hatte Israel bereits im Vorhinein mit Angriffen gedroht und will damit die schiitische Hizbullah-Miliz in Libanon unterstützen. Sollte Israel die Angriffe ausweiten oder auf die Maßnahmen Irans reagieren, werde Israel „noch vernichtendere und bedauerlichere Schläge“ zu spüren bekommen. Damit ist Israel am Sonntag erstmals seit Inkrafttreten einer Waffenruhe Anfang April Ziel von iranischen Raketen. Sabrina FrangosBerichte: Betrieb an Teherans Flughafen nach Irans Angriffen auf Israel teilweise ausgesetztNach den erneuten iranischen Raketenangriffen auf Israel ist am internationalen Flughafen von Teheran örtlichen Medien zufolge der Flugbetrieb teilweise eingestellt worden. Die zivile Luftfahrtbehörde habe die Aussetzung aller eintreffenden Flüge zu diesem Flughafen „bis auf Weiteres“ mitgeteilt, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Mehr am Sonntag. Der Flughafen Imam Khomeini ist de wichtigste internationale Flughafen der iranischen Hauptstadt.Iran hatte Israel zuvor erstmals seit Inkrafttreten einer Waffenruhe Anfang April erneut mit Raketen angegriffen. Im Norden und im Zentrum Israels wurde Luftalarm ausgelöst. Irans Revolutionsgarden bezeichneten den Raketenangriff als „Warnung“ nach israelischen Luftangriffen auf südliche Vororte von Libanons Hauptstadt Beirut, eine Hochburg der pro-iranischen Hisbollah. Israels Armee hatte die Angriffe in Beirut mit den fortgesetzten Attacken der Hisbollah auf Israel begründet. Sabrina FrangosTrump: Netanjahu muss künftigen „Iran-Deal“ akzeptierenDer ‌israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wird nach den Worten von US-Präsident Donald Trump ‌ein künftiges ‌Abkommen der USA mit dem Iran akzeptieren müssen. „Er wird keine Wahl haben“, ​zitiert die ⁠Zeitung „Financial Times“ den US-Präsidenten aus einem Interview. Trump macht ​darin deutlich, wer bei den Verhandlungen ⁠die Bedingungen diktiert: „Ich ‌habe das Sagen. Ich habe absolut das Sagen. Er ⁠hat nicht das ⁠Sagen.“ Netanjahu müsse sich jedem ⁠Deal ​beugen, ⁠den die USA mit ​der Führung in Teheran ‌aushandeln, berichtet das Blatt weiter. Ben MenglerIsrael schließt nach Angriffen aus Iran Übergänge nach Gaza Israel hat nach den neuen Raketenangriffen aus Iran die Grenzübergänge in den Gazastreifen geschlossen. Es handele sich um eine „Sicherheitsmaßnahme“, hieß es in einer Mitteilung der zuständigen israelischen Cogat-Behörde. Betroffen seien unter anderem der Rafah-Grenzübergang zwischen dem Gazastreifen und Ägypten sowie der Warenübergang Kerem Schalom zwischen Israel und dem Gazastreifen. Die Maßnahme werde keine Auswirkungen auf die humanitäre Lage in dem Küstenstreifen haben, hieß es weiter in der Mitteilung. Seit Beginn der Waffenruhe im Oktober seien ausreichend Lebensmittel in das im Krieg weitgehend zerstörte Palästinensergebiet gebracht worden. Cogat werde die internationale Gemeinschaft über alle weiteren Entwicklungen informieren. Internationale Hilfsorganisationen warnen immer wieder vor der weiterhin prekären Lage für die rund zwei Millionen Einwohner des Gazastreifens, die weiterhin vielfach in überfüllten Zeltlagern hausen. Ben MenglerRaketen dringen in Jordaniens Luftraum ein Bei den neuesten Angriffen Irans auf Israel sind einige der Raketen in Jordaniens Luftraum eingedrungen. Das teilte ein Sprecher der jordanischen Regierung mit. Mehrere Raketen hätten Jordaniens Luftraum bei der „erneuten Eskalation“ verletzt, teilte der Sprecher mit. Die jordanischen Streitkräfte würden die Situation genau beobachten. „Jordanien wird nicht zulassen, dass sein Gebiet oder sein Himmel in ein Schlachtfeld für irgendwen verwandelt werden.“Ein jordanischer Fernsehsender veröffentlichte Videos eines großen Trümmerteils von einer Rakete, die nahe der Stadt Irbid im Norden niederging. Am Nachthimmel wurden über Jordanien mehrere Raketen auf dem Weg nach Israel gesichtet. Ben MenglerTrump „nicht glücklich“ mit Israel ‒ „Iran soll weiter verhandeln“ US-Präsident Donald Trump sagt dem Sender Fox News, er sei nicht glücklich damit, dass Israel Ziele in ​Beirut angegriffen habe. Der US-Präsident fordert gleichwohl Iran auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Er sei eigentlich davon ausgegangen, dass eine Vereinbarung mit Iran am Montag, Dienstag oder Mittwoch unterzeichnet werden könne und nun passiere so etwas. Dem Portal Axios sagt ⁠Trump, bei dem iranischen Beschuss Israels sei niemand verletzt worden und er hoffe, dass Israel nicht mit Gegenschlägen reagiere. Man stehe kurz vor einer endgültigen Vereinbarung mit Iran und er wolle nicht, dass dieses Vorhaben nun platze. Trump hatte in der Vergangenheit schon wiederholt eine kurzfristige Einigung mit Iran in Aussicht gestellt, was dann aber nicht passierte. Ben MenglerIran sperrt Luftraum im Westen des Landes Iran hat den Luftraum im Westen des Landes bis auf weiteres gesperrt. Die zivile Luftfahrtbehörde begründete dies nach den iranischen Raketenangriffen auf Israel mit neuen Gefährdungsbewertungen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete. Die Bevölkerung wurde gebeten, von Fahrten zu den Flughäfen abzusehen und die Medien zu verfolgen. Nach israelischen Angriffen: Ghalibaf droht mit KonsequenzenDer iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf hat die israelischen Angriffe auf die Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut scharf verurteilt und mit Konsequenzen gedroht. Das „grüne Licht“ für die Attacken auf die als Dahija bekannten Vororte von Beirut mache amerikanische und israelische Stützpunkte zu legitimen Zielen Irans, schrieb Ghalibaf auf der Plattform X. Die iranischen Streitkräfte hielten sich „alle Optionen offen“, da die Gegenseite „nur die Sprache der Gewalt“ verstehe, so Ghalibaf. Trump schließt Freigabe eingefrorener iranischer Vermögen ausUS-Präsident Donald Trump hat eine Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte im Vorfeld einer Einigung mit Teheran ausgeschlossen. „Nein. Das kommt später“, sagte Trump in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview mit dem Sender NBC auf die Frage, ob die Freigabe der Gelder als Teil einer Einigung infrage käme. „Wenn sie sich gut benehmen, wenn sie einen guten Job machen, beginnen wir mit den Gesprächen“, betonte Trump in der bereits am Freitag aufgezeichneten Sendung. Teheran macht seinerseits jede Einigung mit den USA auf eine dauerhafte Beendigung des Kriegs davon abhängig, dass ein Teil der eingefrorenen Gelder freigegeben wird. Im Rahmen von westlichen Sanktionen sind iranische Vermögenswerte in Milliardenhöhe im Ausland blockiert. Israel greift erneut Vororte von Beirut anIsrael hat Ziele in den südlichen Vorstädten von Beirut angegriffen, die von der Hizbullah beherrscht werden. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gab an, diese seien eine Reaktion auf Beschuss der von Iran gelenkten Schiitenmiliz auf den Norden Israels. Laut israelischen Angaben wurden unter anderem Kommandozentralen getroffen. In ersten Berichten war von einem Drohnenangriff und Raketenbeschuss die Rede. Bilder örtlicher Journalisten zeigen ein halb eingestürztes Gebäude. Eigentlich soll Israel nach dem Willen der USA Angriffe auf Ziele in der libanesischen Hauptstadt unterlassen, um eine Eskalation im Konflikt mit der Hizbullah zu vermeiden und die laufenden Waffenstillstandsverhandlungen mit dem iranischen Regime nicht zu erschweren. Washington vermittelt in direkten Gesprächen zwischen der israelischen und der libanesischen Regierung. Amerikanische Regierungsvertreter haben allerdings zu erkennen gegeben, dass die USA Angriffe auf Beirut billigen, sollte die Hizbullah den Norden Israels angreifen. In der libanesischen Presse wurden die unausgesprochenen Spielregeln des Waffengangs mit den Worten „der Norden Israels gegen den Süden Beiruts“ beschrieben. Im Süden Libanons gehen die Kämpfe trotz eines nominellen, von Präsident Donald Trump ausgerufenen Waffenstillstands weiter. Tote bei Anschlägen in Israel Bei mutmaßlichen Anschlägen in Zentralisrael ⁠sind ein 35 Jahre alter Mann getötet und fünf weitere Menschen verletzt worden. Ein Polizeisprecher teilte am Sonntag mit, dass der mutmaßliche Schütze, ein israelischer Araber aus der nahegelegenen Stadt ‌Tajibe, ebenfalls getötet wurde. Bei ihm wurde eine Schusswaffe sichergestellt. Israelische Medien berichteten zudem, dass auch ein zweiter Verdächtiger tot sei. Bei dem 35 Jahre alten Todesopfer handelt es sich ‌laut lokalen Medien um ‌einen israelischen Staatsbürger. Die israelische Polizei stuft die Vorfälle, die sich in der Nähe des besetzten Westjordanlandes ereigneten, als mutmaßlichen Terroranschlag ein.Der israelische Rettungsdienst bestätigte, dass der Mann an den Folgen seiner ​Schussverletzungen verstarb. Die Tat wird als Angriff ⁠aus einem fahrenden Auto heraus beschrieben. Die fünf weiteren Verletzten wurden an drei verschiedenen, nahegelegenen Orten gefunden; ​zwei von ihnen befinden sich in einem ernsten Zustand.Die Tatorte liegen in der Nähe der palästinensischen ⁠Stadt Kalkilja im Westjordanland. ‌Die militante Palästinensergruppe Hamas lobte den Anschlag, bekannte sich jedoch nicht offiziell dazu. Als Reaktion auf die Angriffe entsandte das israelische Militär Soldaten an einen der Tatorte sowie in eine ⁠nahegelegene israelische Siedlung ⁠im Westjordanland.Habeck wirft israelischen Siedlern „Terrorismus“ vor Der Grünen-Politiker und frühere Vizekanzler Robert Habeck hat das israelische Vorgehen im Westjordanland und im Gazastreifen scharf kritisiert. Israel sei zwar bedroht, das rechtfertige aber nicht, dass die Siedlerinnen und Siedler im Westjordanland mit „brutaler Gewalt“ versuchen würden, die Palästinenserinnen und Palästinenser aus dem Land zu drängen. „Das ist im Grunde Terrorismus, den die Siedler da vornehmen“, sagte Habeck am Samstagabend in einem Podcast der „Zeit“.Habeck betonte, dass er einen sicheren Staat für jüdisches Leben aus der deutschen Geschichte heraus für zwingend erforderlich halte. Auch für den Überfall der radikalen Palästinenserorganisation Hamas am 7. Oktober 2023 auf Israel gebe es keine Rechtfertigung. Habeck kritisierte aber zugleich das Vorgehen der israelischen Regierung gegen die palästinensische Bevölkerung.Man müsse das Unrecht, das die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu im Gazastreifen und im Westjordanland begehe, klar benennen, forderte der Grünen-Politiker. Durch das „brutale Vorgehen“ der israelischen Streitkräfte nach dem Hamas-Angriff sei die Sicherheit Israels nicht gestärkt worden. Vielmehr sei auf palästinensischer Seite dadurch viel Zorn entstanden. Fabian DrahmouneUS-Militär: Zwei iranische Drohnen abgeschossenDas US-Militär hat nach eigenen Angaben im Bereich der Straße von Hormus zwei iranische Kampfdrohnen abgeschossen. Diese hätten eine Bedrohung für die internationale Schifffahrt in der Meerenge dargestellt, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando (Centcom) in der Nacht auf der Plattform X mit. US-Truppen seien weiterhin bereit, iranische Aggressionen abzuwehren.Bereits am Samstagmorgen war es rund um den Persischen Golf trotz der eigentlich geltenden Waffenruhe und laufender Verhandlungen für ein Kriegsende abermals zu gegenseitigen Angriffen gekommen. Lena SpilgerPakistans Innenminister als Vermittler in TeheranPakistans Innenminister Mohsin Naqvi ist nach erneuten Kampfhandlungen zwischen den USA und dem Iran nach Teheran gereist. Geplant seien hochrangige Treffen mit iranischen Regierungsbeamten. Das will die Deutsche Presse-Agentur am Samstag aus pakistanischen Sicherheits- und Diplomatenkreisen erfahren haben. Ziel sei es, den Dialog zwischen dem Iran und den USA zu fördern.Der iranische Staatssender Irib berichtete nach der Ankunft Naqvis am Samstagabend (Ortszeit) in Teheran, es seien Treffen mit Präsident Massud Peseschkian und Außenminister Abbas Araghtschi geplant. Laut dem Sender soll Naqvi Anweisungen zu den indirekten Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA haben, die er der iranischen Führung übermitteln werde. Zudem ist der libanesische Armeechef Rodolphe Haykal zu einem Besuch in Pakistan aufgebrochen. Er reise auf Einladung seines pakistanischen Kollegen Asim Munir, teilte das libanesische Militär am Samstag mit. Der Besuch steht im Zusammenhang mit Pakistans Vermittlerrolle zur Beendigung des Iran-Kriegs, wie die Nachrichtenagentur AFP aus einer mit der Angelegenheit vertrauten Quelle erfahren haben will. Der Libanon spiele „eine entscheidende Rolle in den Verhandlungen“. Munir ist der pakistanische Chefvermittler in den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran. Mehr ladenTickarooLive Blog Software