Sabrina FrangosArmee: Israels Luftwaffe greift militärische Ziele im Westen und Zentrum des Iran anIsrael hat als Reaktion auf neue iranische Raketenangriffe seinerseits Ziele im Iran angegriffen. Die israelische Luftwaffe habe vor kurzem „militärische Ziele des iranischen Terrorregimes im Westen und im Zentrum des Iran angegriffen“, erklärte die israelische Armee am Montag im Onlinedienst Telegram. Das iranische Staatsfernsehen berichtete von Explosionen in der Hauptstadt Teheran sowie in den Städten Täbris und Isfahan. Sabrina FrangosStaatsmedien: Irans Revolutionsgarden greifen bewaffnete Gruppen im Nordirak anDie iranischen Revolutionsgarden haben Staatsmedien zufolge die Zentrale von bewaffneten Gruppen in der autonomen kurdischen Region im Nordirak angegriffen. Das Korps der Islamischen Revolutionsgarden habe „das Hauptquartier terroristischer Gruppen in Sulajmanija“ im Nachbarland Irak attackiert, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Irna am Montag.Seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar und trotz einer seit April geltenden Waffenruhe hat Teheran wiederholt Angriffe auf diese Gruppen geflogen, obwohl deren Stellungen und Lager größtenteils geräumt worden waren. Die Führung in Teheran wirft den bewaffneten kurdischen Gruppen vor, im Dienste westlicher oder israelischer Interessen zu agieren, und stuft sie als terroristische Organisationen ein.Sabrina FrangosÖlpreise steigen wieder deutlichDie Ölpreise sind nach der jüngsten Eskalation in Nahost wieder deutlich gestiegen. So kostete ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent zur Lieferung im August am frühen Montagmorgen 95,51 US-Dollar. Das sind 2,6 Prozent mehr als noch am Vortag. Am Sonntagabend hatte der Iran zum ersten Mal seit zwei Monaten wieder Raketen auf Israel abgefeuert. Die Angriffe erfolgten als Reaktion auf israelische Angriffe auf die Hisbollah-Miliz im Libanon. Die jüngste Eskalation weckt die Befürchtung eines erneuten offenen Konflikts zwischen den beiden Ländern. Ebenfalls droht damit auch ein mögliches Abkommen zwischen dem Iran und den USA zu scheitern. Zu Beginn des Jahres hatte die Eskalation im Nahen Osten den globalen Ölmarkt regelrecht erschüttert. Zwischenzeitlich ist der Ölpreis der Sorte Brent auf über 120 Dollar pro Barrel gestiegen. Die weitgehende Blockade des Seewegs in der Straße von Hormus durch Iran gilt als größte Versorgungsstörung in der Geschichte des globalen Ölmarkts.Sabrina FrangosBerichte: Betrieb an Teherans Flughafen nach Irans Angriffen auf Israel teilweise ausgesetztNach den erneuten iranischen Raketenangriffen auf Israel ist am internationalen Flughafen von Teheran örtlichen Medien zufolge der Flugbetrieb teilweise eingestellt worden. Die zivile Luftfahrtbehörde habe die Aussetzung aller eintreffenden Flüge zu diesem Flughafen „bis auf Weiteres“ mitgeteilt, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Mehr am Sonntag. Der Flughafen Imam Khomeini ist de wichtigste internationale Flughafen der iranischen Hauptstadt.Iran hatte Israel zuvor erstmals seit Inkrafttreten einer Waffenruhe Anfang April erneut mit Raketen angegriffen. Im Norden und im Zentrum Israels wurde Luftalarm ausgelöst. Irans Revolutionsgarden bezeichneten den Raketenangriff als „Warnung“ nach israelischen Luftangriffen auf südliche Vororte von Libanons Hauptstadt Beirut, eine Hochburg der pro-iranischen Hisbollah. Israels Armee hatte die Angriffe in Beirut mit den fortgesetzten Attacken der Hisbollah auf Israel begründet. Sabrina FrangosTrump: Netanjahu muss künftigen „Iran-Deal“ akzeptierenDer ‌israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wird nach den Worten von US-Präsident Donald Trump ‌ein künftiges ‌Abkommen der USA mit dem Iran akzeptieren müssen. „Er wird keine Wahl haben“, ​zitiert die ⁠Zeitung „Financial Times“ den US-Präsidenten aus einem Interview. Trump macht ​darin deutlich, wer bei den Verhandlungen ⁠die Bedingungen diktiert:„Ich ‌habe das Sagen. Ich habe absolut das Sagen. Er ⁠hat nicht das ⁠Sagen.“Netanjahu müsse sich jedem ⁠Deal ​beugen, ⁠den die USA mit ​der Führung in Teheran ‌aushandeln, berichtet das Blatt weiter. Ben MenglerIsrael schließt nach Angriffen aus Iran Übergänge nach Gaza Israel hat nach den neuen Raketenangriffen aus Iran die Grenzübergänge in den Gazastreifen geschlossen. Es handele sich um eine „Sicherheitsmaßnahme“, hieß es in einer Mitteilung der zuständigen israelischen Cogat-Behörde. Betroffen seien unter anderem der Rafah-Grenzübergang zwischen dem Gazastreifen und Ägypten sowie der Warenübergang Kerem Schalom zwischen Israel und dem Gazastreifen. Die Maßnahme werde keine Auswirkungen auf die humanitäre Lage in dem Küstenstreifen haben, hieß es weiter in der Mitteilung. Seit Beginn der Waffenruhe im Oktober seien ausreichend Lebensmittel in das im Krieg weitgehend zerstörte Palästinensergebiet gebracht worden. Cogat werde die internationale Gemeinschaft über alle weiteren Entwicklungen informieren. Internationale Hilfsorganisationen warnen immer wieder vor der weiterhin prekären Lage für die rund zwei Millionen Einwohner des Gazastreifens, die weiterhin vielfach in überfüllten Zeltlagern hausen. Ben MenglerRaketen dringen in Jordaniens Luftraum ein Bei den neuesten Angriffen Irans auf Israel sind einige der Raketen in Jordaniens Luftraum eingedrungen. Das teilte ein Sprecher der jordanischen Regierung mit. Mehrere Raketen hätten Jordaniens Luftraum bei der „erneuten Eskalation“ verletzt, teilte der Sprecher mit. Die jordanischen Streitkräfte würden die Situation genau beobachten. „Jordanien wird nicht zulassen, dass sein Gebiet oder sein Himmel in ein Schlachtfeld für irgendwen verwandelt werden.“Ein jordanischer Fernsehsender veröffentlichte Videos eines großen Trümmerteils von einer Rakete, die nahe der Stadt Irbid im Norden niederging. Am Nachthimmel wurden über Jordanien mehrere Raketen auf dem Weg nach Israel gesichtet. Ben MenglerTrump „nicht glücklich“ mit Israel ‒ „Iran soll weiter verhandeln“ US-Präsident Donald Trump sagt dem Sender Fox News, er sei nicht glücklich damit, dass Israel Ziele in ​Beirut angegriffen habe. Der US-Präsident fordert gleichwohl Iran auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Er sei eigentlich davon ausgegangen, dass eine Vereinbarung mit Iran am Montag, Dienstag oder Mittwoch unterzeichnet werden könne und nun passiere so etwas. Dem Portal Axios sagt ⁠Trump, bei dem iranischen Beschuss Israels sei niemand verletzt worden und er hoffe, dass Israel nicht mit Gegenschlägen reagiere. Man stehe kurz vor einer endgültigen Vereinbarung mit Iran und er wolle nicht, dass dieses Vorhaben nun platze. Trump hatte in der Vergangenheit schon wiederholt eine kurzfristige Einigung mit Iran in Aussicht gestellt, was dann aber nicht passierte. Ben MenglerIran sperrt Luftraum im Westen des Landes Iran hat den Luftraum im Westen des Landes bis auf weiteres gesperrt. Die zivile Luftfahrtbehörde begründete dies nach den iranischen Raketenangriffen auf Israel mit neuen Gefährdungsbewertungen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete. Die Bevölkerung wurde gebeten, von Fahrten zu den Flughäfen abzusehen und die Medien zu verfolgen. Ben MenglerIran beschießt Israel mit Raketen Die israelischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben Raketen identifiziert, die aus Iran auf Israel abgefeuert wurden. Abwehrsysteme seien im Einsatz, um die Bedrohung abzufangen, teilte das israelische Militär mit. Nach Angaben des israelischen TV-Senders N12 heulten die Warnsirenen im Norden des Landes. Unterricht in allen Schulen Israels wurde laut dem Zivilschutz für Montag abgesagt. Das israelische Militär teilt mit, bislang seien alle von Iran abgeschossenen Raketen abgefangen ​worden. Der Beschuss aus Iran sei aber noch nicht beendet. Irans zentrales Militärkommando bestätigte die Raketenangriffe und drohte weitere Angriffe auf Israel an. In einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung begründeten die iranischen Streitkräfte die Attacke mit „wiederholten Verstößen“ der israelischen Armee gegen die Waffenruhe in Libanon. Teheran hatte Israel bereits im Vorhinein mit Angriffen gedroht und will damit die schiitische Hizbullah-Miliz in Libanon unterstützen. Sollte Israel die Angriffe ausweiten oder auf die Maßnahmen Irans reagieren, werde Israel „noch vernichtendere und bedauerlichere Schläge“ zu spüren bekommen. Damit ist Israel am Sonntag erstmals seit Inkrafttreten einer Waffenruhe Anfang April Ziel von iranischen Raketen. Nach israelischen Angriffen: Ghalibaf droht mit KonsequenzenDer iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf hat die israelischen Angriffe auf die Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut scharf verurteilt und mit Konsequenzen gedroht. Das „grüne Licht“ für die Attacken auf die als Dahija bekannten Vororte von Beirut mache amerikanische und israelische Stützpunkte zu legitimen Zielen Irans, schrieb Ghalibaf auf der Plattform X. Die iranischen Streitkräfte hielten sich „alle Optionen offen“, da die Gegenseite „nur die Sprache der Gewalt“ verstehe, so Ghalibaf. Trump schließt Freigabe eingefrorener iranischer Vermögen ausUS-Präsident Donald Trump hat eine Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte im Vorfeld einer Einigung mit Teheran ausgeschlossen. „Nein. Das kommt später“, sagte Trump in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview mit dem Sender NBC auf die Frage, ob die Freigabe der Gelder als Teil einer Einigung infrage käme. „Wenn sie sich gut benehmen, wenn sie einen guten Job machen, beginnen wir mit den Gesprächen“, betonte Trump in der bereits am Freitag aufgezeichneten Sendung. Teheran macht seinerseits jede Einigung mit den USA auf eine dauerhafte Beendigung des Kriegs davon abhängig, dass ein Teil der eingefrorenen Gelder freigegeben wird. Im Rahmen von westlichen Sanktionen sind iranische Vermögenswerte in Milliardenhöhe im Ausland blockiert. Israel greift erneut Vororte von Beirut anIsrael hat Ziele in den südlichen Vorstädten von Beirut angegriffen, die von der Hizbullah beherrscht werden. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gab an, diese seien eine Reaktion auf Beschuss der von Iran gelenkten Schiitenmiliz auf den Norden Israels. Laut israelischen Angaben wurden unter anderem Kommandozentralen getroffen. In ersten Berichten war von einem Drohnenangriff und Raketenbeschuss die Rede. Bilder örtlicher Journalisten zeigen ein halb eingestürztes Gebäude. Eigentlich soll Israel nach dem Willen der USA Angriffe auf Ziele in der libanesischen Hauptstadt unterlassen, um eine Eskalation im Konflikt mit der Hizbullah zu vermeiden und die laufenden Waffenstillstandsverhandlungen mit dem iranischen Regime nicht zu erschweren. Washington vermittelt in direkten Gesprächen zwischen der israelischen und der libanesischen Regierung. Amerikanische Regierungsvertreter haben allerdings zu erkennen gegeben, dass die USA Angriffe auf Beirut billigen, sollte die Hizbullah den Norden Israels angreifen. In der libanesischen Presse wurden die unausgesprochenen Spielregeln des Waffengangs mit den Worten „der Norden Israels gegen den Süden Beiruts“ beschrieben. Im Süden Libanons gehen die Kämpfe trotz eines nominellen, von Präsident Donald Trump ausgerufenen Waffenstillstands weiter. Mehr ladenTickarooLive Blog Software