Die philippinische Wurzel Ube erobert Social Media, große Café-Ketten holen sie ins Sortiment. Die Kleinbauern, die sie anbauen, profitieren kaum.
A ls „Frühlingsflirt“ verkauft Starbucks seinen neuen Ube Vanilla Velvet Latte. Die intensiv violette Yamswurzel von den Philippinen sei die „überraschendste Geschmacksrichtung des Frühlings“. Präsentiert werden die neuen Getränke in ansprechender Pastelloptik, „mit Kaffee oder Matcha, heiß oder auf Eis“.
Seit Jahren wird die lila Wurzelknolle, die auf den Philippinen als traditionelle Zutat für die Dessertpaste Ube Halaya und das inoffizielle Nationaldessert Halo-Halo gilt, immer beliebter. Ursprünglich von philippinischen Arbeitsmigrant*innen in die USA gebracht, nehmen große Konzerne die Wurzel jetzt in ihr Sortiment. Es gibt Ube-Käsekuchen, Ube-Latte, Ube-Donuts, in London, Berlin, New York. Von der Supermarktkette Trader Joe’s in den USA bis zu Starbucks in Deutschland ist Ube endgültig im Mainstream angekommen. Und macht damit einen ähnlichen Hype-Prozess durch wie zuvor schon Matcha, Chia-Samen und Quinoa.
Der Grund für den Aufstieg Ubes: Die intensive Farbe passt perfekt in die Ästhetik von Instagram und TikTok. Über 750.000 Posts zu #Ube zählt Instagram. Die lila durchsetzten Tiramisus, Pfannkuchen oder Cheesecakes bedienen das Bedürfnis nach einem neuen, exklusiven Konsumprodukt, das einen von der Masse Matcha trinkender Influencer abhebt.









