Es wird mit Sicherheit ein Turnier der Superlative. Für ihre sportlichen Großereignisse, die schier durchperfektionierte Eventisierung von Sportveranstaltungen jeglicher Art und sogenannten Do-or-die-Spielen wie dem Super Bowl sind die Nordamerikaner, allen voran natürlich die USA, weltweit bekannt. 48 Mannschaften, erstmals zwölf Gruppen. Von Argentinien über Kongo bis nach Haiti wird in den kommenden fünfeinhalb Wochen alles geboten sein. Die 23. Ausgabe der Fußball-Weltmeisterschaft der Männer in Kanada, den USA und Mexiko steht vor der Tür.

Es warten die Trump-Festspiele

Irgendwo zwischen globalem Spektakel und kurioser Randnotiz wird man das Turnier im Vorfeld wohl einordnen dürfen. Die Tickets sind so teuer wie nie, der kommerzielle Rahmen ist so groß wie noch bei keiner WM zuvor, und dann drängt sich noch eine andere Frage auf, die auch bei den vorherigen Weltmeisterschaften übermäßig diskutiert wurde. Wird dieses Turnier, wie schon Russland 2018 und Katar 2022, erneut vor allem als politisches Ereignis in Erinnerung bleiben?

Sportlich betrachtet wird die WM in Kanada, den USA und Mexiko so oder so Rekorde brechen. Da sind sich die oberen Etagen in der Fifa schon seit Monaten einig, und das wird man auch rechtfertigen müssen für die sage und schreibe 104 Spiele und die globale Dauerbeschallung des Fußballs. Morgens zum Frühstück mit dem ersten Spiel aufstehen, dann die Highlights, ab der Mittagszeit kann auch schon das Vorprogramm für die erste Abendpartie kommen.