Es ist ein Fall, der wie eine britische Version des George-Floyd-Skandals klingt – nur, dass das Opfer diesmal weiß war und dass sich keine breite Protestbewegung erhob, die das Verhalten der Polizei ihm gegenüber angeklagt hätte. Henry Nowak, diesen Namen dürften bis zur vergangenen Woche die wenigsten Britinnen und Briten gehört haben. Nun, binnen weniger Tage, ist er infolge eines Jury-Urteils zur Chiffre geworden für eine Anklage gegen einen Staat, der, im Bestreben antirassistisch zu sein, in ein anderes Ressentiment gekippt sei: in eine Weltsicht, in der Weiße zunächst einmal als rassistische Täter gelten und Nicht-Weiße als ihre Opfer.
Mord an Henry Nowak: Gesetz und Agenda
Der Mord an dem Studenten Henry Nowak hat in Großbritannien eine Debatte ausgelöst: Ist die Polizei parteilich? Ihr Imageproblem dürfte sich nun noch verschärfen.











